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Dean Winchester- Ende eines Märchenprinzen

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Dean Winchester- Ende eines Märchenprinzen

Beitrag  Awfully Toxic am Mo Sep 07, 2009 12:25 pm

Titel: Dean Winchester- Das Ende eines Märchenprinzen
Autor: Nessaja
Teil der Serie: Unabhängig von der Serie
Complete/Incomplete: Wird demnächst noch einen Fortsetzung geben.

Pairings: -
Rating (FSK): 12
Genre: History
Warning: -

Summary (kurzer Auszug zum reinschnuppern):
Dean und Sam halten in Bayern (in der Nähe des Starnberger Sees)
Über seiner Langeweile schläft Dean ein. Als er aufwacht befindet er sich im Jahr 1886, genauer gesagt am 13. Juni- dem Todestag Ludiws II.

Disclaimer (Uhrberrecht):
An den Characteren oder den Orten hab ich keinerlei Rechte und ich verdiene auch kein Geld mit dieser Geschichte.

AN (authors note- persönliche Anmerkungs:
Diese Geschichte ist eine zwar eine meiner älteren Werke, aber ich hab mir an der ein oder anderen Stelle noch etwas einfallen lassen, um die Story noch ein wenig interessanter zu machen.
------------------------------


(Sam und Dean sind auf der Durchreise, in der der Nähe des Starnberger Sees (Bayern) haben sie gerade halt gemacht)

Dean, wusstest du, dass der legendäre König Ludwig II hier im Starnberger See ermordet wurde?“
„Der hat sich doch wohl eher selbst ertränkt, bei den ganzen Schulden hät ich das auch gemacht."
Abwesend blickte Dean aus dem Fenster, das direkt auf den Starnberger See blicken ließ.
Friede, Freude, Sonnenschein, mit all diesen Dingen konnte er nichts anfangen. Sie machten ihn nur nervös.
Schon als Dean noch klein war, hatte er schon immer das Abenteuer gesucht.
Wenn sein Vater wieder einmal auf der Jagd gewesen war, entfielen zu allem Überfluss die zusätzlichen Trainingsstunden, sodass er sich langweilen musste. Im Gegensatz zu seinem jüngeren Bruder, der stundenlang lernen oder lesen konnte, ohne auch nur zu gähnen.
Da sein Bruder nicht an einer Weiterführung des Gesprächs interessiert war, fügte Sam noch schnell hinzu, bevor Dean wieder in seinen Gedanken versinken konnte:
„Leihst du mir den Impala für heute Abend?
Ich fahr noch einkaufen, sonst essen wir morgen wieder nur diese komischen Weißwürste, die es hier an jeder Straßenecke zu kaufen gibt.“
Doch er erhielt keine Antwort auf seine Frage, da Dean sich wieder seine Ohrenstöpsel in die Ohren gesteckt hat und sich offenbar sehr zu langweilen schien.
„Ich gebe es auf, jetzt sind wir schon seit ein paar Stunden in Bayern und du hast außer diesem Hotelzimmer noch nichts gesehen.“, murmelte Sam.
Dann verließ er das Hotelzimmer.

Dean realisierte nur im Unterbewusstsein, dass Sam gegangen war.
Schließlich war dieser alt genug, um auf sich selbst aufzupassen.
Deinteressiert beobachtete er die Mädchen, die in der Nähe des Ufers sich sonnten. Frustriert zog er den ebenfalls sonnengelben Vorhang wieder zu...


Dean blinzelte. Das grelle Licht blendete. Mit einem Stöhnen drehte er sich auf den Bauch und steckte seinen Kopf unter das Kopfkissen.
„Majestät, es ist Zeit, dass sie sich Salonfertig machen", begrüßte ihn eine weibliche, junge Stimme.
„Es ist doch noch viel zu früh um auf zu stehen!“, murrte Dean.
„Majestät es ist bereits elf Uhr.“
Verschlafen kroch Dean unter seiner schweren Decke hervor und wollte aus dem Bett steigen, doch da war kein Boden.

Verdammt, na wenn das mal keine blauen Flecken gibt.
"Majestät haben sie sich verletzt."
Besorgt beugte sich die Zofe zu Dean, der entgeistert vor seinem Bett auf dem Boden saß, um ihm wieder auf die Beine zu helfen.
"Seit wann werden denn die Betten auf Treppen gebaut?", knurrte Dean, der inzwischen wieder augestanden war und noch im gleichen Atemzug ungläubig hinzufügte:
„Was ist den das für ein Fetzen!“
Mit einer verächtlichen Handbewegung deutete er auf sein Nachthemd.
„So etwas zieh ich doch nie im Leben an. Das ist doch lächerlich.“
„Verzeiht Ludwig... Ich meine Majestät... Ihr tragt gerade das beste, dass wir haben.“
"Ich heiße Dean Winchester!", brummte Dean.

Seine anfängliche Verwunderung mutierte gerade in einen brodelnden Vulkan, der kurz vor dem Ausbruch stand.
Eigentlich wollte er Bayern -und der Langeweile- so schnell wie möglich den Rücken kehren, doch nun wurde er gegen seinen Willen in diesem idyllischen Schloss festgehalten.

"Majestät, der gestrige Abend war sehr anstrengend, wenn ihr wollt, lass ich euch das Frühstück auf euer Zimmer bringen.", bot das Mädchen ihm besorgt an. So verwirrt hatte sie Ludwig II, ihren König, noch nie gesehen, deshalb beeilte sie sich dem König aus den Augen zu treten.


"Das ist alles nur ein schrecklicher Albtraum, Alter. Das ist gar nicht echt. Weder dieses goldene Zimmer, noch diese süße Zofe.", versuchte Dean sich selbst zu beruhigen und machte sich auf die Suche nach seinen Klamotten.
Doch es sollte noch schlimmer kommen:

„Wollen die etwa, dass ich mir die Hacken breche!“, motzte Dean weiter, als sein Blick auf die Absatzschuhe und die langen Gewänder, die ihn sehr an Frauenkleidung erinnerte, fiel.
Zornig öffnete er die schwere, hölzerne Tür, die hinaus auf einen langen Gang führte.

„Majestät, ihr könnt euch doch unmöglich nur in Unterwäsche unter euer Untertanen begeben.“, meinte eine Wache, die direkt neben seinem Zimmer platziert war.
„Wo sind meine Jeans!“, brüllte Dean hochrot vor Zorn.
„Majestät, mit Bedauern muss ich gestehen, dass ich keine Ahnung habe, was eine „Jeans“ sein soll.
„Das kann doch nicht war sein. Ich leb doch nicht im 18. Jahrhundert.“
„Majestät, wir schreiben das Jahr 1886.“

"Sam, weck mich auf, wir müssen sofort weiter fahren.
Dieses Bayern hat verdammt unangenehme Nebenwirkungen. Langeweile, Halluzinationen und weiß Gott, was noch alles dazukommt“ Dann knallte er die Zimmertür wieder zu.

In der Schreibtischschublade seines Zimmers fand er zu seinem Glück eine Schere.
Mit ungeschickten Griffen packte er die eng anliegende, weiße Hose, die ihn sehr an eine Leggins des 21.Jahrhunderts erinnerte.
„Wenn Sam mich so sehen könnte, würde er sich totlachen.“
Er krallte er sich das rote Leinenhemd, von dem er die rüschigen Ärmel und Bändel abschnitt.
"Das ist doch unter aller Würde"
Nachdem er sich angezogen hatte, wackelte er auf den hohen Absatzschuhen den Gang hinunter.
"Ich muss hier raus, sonst werd ich noch verrückt!", war alles an was er denken konnte."


Zuletzt von Nessaja am Do Nov 05, 2009 7:56 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

Awfully Toxic
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Re: Dean Winchester- Ende eines Märchenprinzen

Beitrag  Emily am Mo Sep 07, 2009 4:22 pm

Die Story ist ja voll süß. Dean als König, wer hätte das gedacht lol
Hey Saphira, die Story ist super geschrieben und irre witzig. Das ist mal was ganz anderes...

Was soll ich sagen...kriegst von mir eine laola Welle.
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Emily
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Re: Dean Winchester- Ende eines Märchenprinzen

Beitrag  Awfully Toxic am Mo Sep 07, 2009 9:46 pm

Dann geht es auch gleich weiter
-------------

Doch das Schloss erwies sich als buchstäbliches Gefängnis, denn in allen Gängen patrollierten Wachen.
Nicht einmal hier, in den Fluren des Dienstpersonals, konnte sich Dean ungestört aufhalten.
„Majestät, hob ihr eich verirrt?“
Verdammt, haben diese Dienstmägde heute nichts besseres zu tun, als meinen Weg zu kreuzen.
Doch im Vergleich zu seinem Gedanken, fiel seine Antwort sehr milde aus:
„Nein, Magd, du kannst wieder an deine Arbeit gehen.“, forderte er sie auf.
„I bin koa Mogd, Majestät! I bin koa schäbge Deanstmogd, i bin Tänzerin.“

Um ihrer Antwort mehr Nachdruck zu verleihen, deutete sie auf ihr eng anliegendes Korsett und den dezenten, schwarzen Rock, der sich eine gewöhnliche Angestellte niemals leisten könnte.
„Darf i eich heid Obnd mit meina Täzn Gsellschoft leistn?“
„Ähm… Ich...“, stotterte Dean, der erhebliche Probleme hatte, ihren starken bayrischen Dialekt ansatzweiße auch nur zu verstehen.
„Bin i etwa ned guad genug fün könlichn Hof? A solche Unverschämtheit hob i schon lange ned mehr ertrogn müssn!“, entrüstet wollte die junge Tänzerin das Feld räumen.

Um das Mädchen nicht zu kränken, sagte er:
„Darf ich dich heute Abend gegen neun zum Rudern auf den Starnberger einladen?“
Die Tänzerin hielt inne und blickte Dean verlegen an:
„Nichts würde mir eine größere Ehre erweisen, Majestät.“
Schüchtern verabschiedete sie sich-diesmal sprach sie Hochdeutsch, mit dem Versprechen auf ihn zu warten.


(Kurz vor 9 Uhr am Abend)
„Majestät, ich werde euch dann in zwei Stunden wieder abholen.“
„Vielen Dank Leopold. Eine gute Heimfahrt.“
Der Kutscher verbeugte sich vor Dean, steig auf und fuhr auf den Weg, der zurück zum Schloss führte.

Die geheimnisvolle Tänzerin hatte die ganze Zeit hinter einer alten Eiche gestanden.
Noch ein letztes Mal überprüfte sie, ob es noch auf seinem Platz in der Innenseite der Jacke war, dann traute sie sich schließlich hinter den Bäumen hervor.
Mit geschmeidigen Schritten lief sie zu Dean hinüber, der wartend neben einem königlichen Ruderboot stand.
„Schen euch zua sehn, Ludwig“
„Die Ehre ist ganz meinerseits, ähm…“, in diesem Moment fiel Dean zu seinem eigenen Erschrecken auf, dass er nicht einmal den Namen oder die Handynummer seines Dates kannte.

„Lene Paloma. I heiße Lene Paloma.“
Verschüchtert blickte sie Dean tief in die Augen.
„Ihr seid hübsch, Lene.“
„Measse, des wird da Obnd doch aa?“

Dean blickte auf den still daliegenden Starnberger See, dann nickte er zustimmend.
Die Bäume am Uferrand spiegelten sich in der untergehenden Sonne, die den ganzen See in ein zartes, verspieltes rot-gelb tauchte. Doch dieser Schein, diese Stille, all dies war so trügerisch, so vergänglich. Denn bald sollte der See zu einer traurigen Berühmtheit werden.

„Lene, darf ich dir ins Boot helfen?“, fragte Dean, als sein Blick auf ihre extrem hohen Absätze fiel.
„Gern!“, schüchtern reichte sie ihm ihre Hand und ließ sich ins Ruderboot helfen.

Schweigend ruderte Dean das Boot gen Westen, direkt in den Sonnenuntergang hinein.
Ab und zu konnten die beiden das Schnattern einiger Enten hören, ansonsten war es totenstill.
Wie ein Luftholen vor der entscheidenen Schlacht.

„Wie lange tanzt ihr denn schon, Lene?“, eigentlich hatte er diese Frage nur gestellt, um die schon peinlich werdende Stimmung zu unterbrechen.
„Schon seit eiiga Zeit, mein Prinz.“

Unauffällig rutschte sie ein wenig Näher zu Dean, der ungefähr in der Mitte des Sees aufgehört hat zu rudern.
Nach einer Weile entgegnete Dean, dessen Blick auf die schwarze, aus Seide geschnittene Jacke gefallen war:
„Ist euch nicht zu warm?“
„Ei bisschn. Ihr dürfts mir gerne aus da Jacke helffa, mein Prinz.“

„Ähm… Lene, nennt mich einfach Ludwig und nicht Prinz.“ Seinen wirklichen Namen konnte er ja schlecht nennen.
„Aba wieso denn. Ihr seid mein Prinz- Mein Mährenprinz...
I dachte ihr liabt mi, sonst het ihr mi doch ned zua am Ruderausflug eigeladn?“ , ihre jugendliche Stimme überschlug sich vor Aufregung.
„Sogt mir, dass ihr mi liabt, sonst spring i in den See und werde jemmerli ertrinkn..!"
„Ich will dir keine falschen Hoffnungen machen, aber ich bin ehrlich zu dir. Ich will nichts von dir!" Jetzt war es gesagt...
Lenes Miene blickte ihn erst Erstaunt an, dann weiteten sich ihre Augen und schließlich fing sie lauthals an zu lachen:" I weiß ganz genau, dass ihr des ned ernst meint. " Dabei blickte sie ihn mit einem verfürerischen Blick an, dem man fast nicht widerstehen konnte.
"Lene, ich spiel nicht mit deinen Gefühlen!"
"Meint ihr des jetzt ernst?"
Dean nickte zur Bestätigung.
Sie stand auf, und tat so, als würde sie gleich in den See springen.

„Des tut ihr ned. Sonst wert ihr ned so verstoaert sitzn bleibn, wenn de Geliabte si umbringn will.“ Die ersten Tränen bahnten sich ihren Weg über ihre zarten Wangen.

Noch bevor er realisierren konnte, was geschah, war Lene zu ihm rübergeklettert.
Damit er sich nicht mehr abwenden konnte, packte sie ihn an seiner Taille und zog in sanft, aber bestimmend näher zu sich.
„Das ist keine Gute Idee…“
„Pst, genieß es eifach."
Sanft legte sie ihm ihren Zeigefinger auf den Mund, damit er den besonderen Moment nicht durch Worte ruinierte. Eine zärtliche Berührung...

Aber nicht für Dean.
Er wollte sie abweisen, von sich schieben, doch Lenes Hand glitt zärtlich über seine Wangen, um sich dann in seinem Haar zu vergraben.
„Lene, ich will dir nicht weh tun. Aber du machst dir falsche Hoffnungen. Ich bin nicht der, für den du mich hältst. Erschrocken lies sie von ihm ab.
„Mia hobn so vui gemeinsam. I bin aa ned de, für die du mi fächlicherweise hälst. Ois des is nur a Moske...!"

Unauffällig hatte sie aus ihrer Jackentasche es gezogen: Ein fast fünfzehn Zentimeter langes Messer.
Noch ein letztes Mal umarmte sie Dean.
„Verlass mi ned!“, wimmerte sie.
„Ich kann nicht!“
Zornig blicke sie ihn an.
„Wenn das dein letzter Wille ist, so möge es geschehen.“
In einer einzigen, schnellen Bewegung, hob sie das dolchartige Messer…

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Re: Dean Winchester- Ende eines Märchenprinzen

Beitrag  Awfully Toxic am Di Sep 08, 2009 11:05 am

Mit einer einzigen, schnellen Bewegung stieß sie zu.
Das letzte, was Dean spürte, war ein schneller Luftzug direkt hinter ihm.
Er wollte Lene von sich stoßen, doch es war bereits zu spät. Der Dolch hatte sich schon zu tief in sein Fleisch gebohrt.
„Bereist du es jetzt, dass du mi obgewiesn host?“
„Nein, das tu ich nicht“, brachte Dean unter einem Stöhnen hervor.
Zur Strafe zog Lene das Messer gewaltsam aus seinem Körper, nur um es dann noch ein letztes Mal in seine Lunge zu rammen.
„Möge Gott deina Seele knädg sei!“,
dann packte sie Dean unter den Achseln.
Dean konnte sich ihr nicht mehr zu Wehr setzen, denn wenn er versuchte seinen Arm zu heben, durchfuhr ihn ein glühend heißer Schmerz.
Verzweifelt versuchte er nach LUft zu schnappen. Doch der letzte Stich musste seine Lunge verletzt haben, denn umso weiter er den Mund öffnete, desto mehr Blut floss unter starken Schmerzen aus seinem Mund.
Lene mobilisierte ihre letzten Kräfte, um Dean über die Bordwand zu wuchten.
Die Sonne versank gerade hinter dem Horizont, als Dean mit einem leisen Aufklatschen ins Wasser versank…

Seine Lungen schmerzten, er bekam keinen Sauerstoff mehr.
Er wusste, dass er nur noch wenige Minuten, wenn nicht nur Sekunden, noch zu leben hatte.
Doch Angst hatte er keine. Schließlich war er schon so oft dem Tode nahe gewesen.
Er wurde müde, seine Glieder schwer.
Es fühlte sich wie einschlafen an, nur ohne jemals wieder aufzuwachen, endlich ließen auch die Schmerzen nach.
Von einer magischen Ruhe erfüllt, beobachtete Dean die letzten Sonnenstrahlen des Tages.
Es war verlockend sich einfach immer weiter zum Boden des Sees gleiten zu lassen.
Doch war dies wirklich ein guter Weg zu sterben?
In einer Zeit, in die man nicht gehört?
Den Tod eines anderen zu durchleben, den man nicht einmal gekannt hatte.
Nein, er musste sofort an die Oberfläche zurück. Er wurde noch gebraucht. Sam brauchte ihn doch noch. Sein Bruder würde es sicher nicht gutheißen, wenn er jetzt und hier aufhören würde zu kämpfen. Wenn er sich kampflos dem Tod ausliefern würde.

Krampfhaft versuchte er sich aus seiner Trance zu reißen, um wieder an die Oberfläche zu schwimmen.
Wie lange reichte der Sauerstoff noch? Dean hatte jedes Zeitgefühl verloren. Es hätten Sekunden sein können, doch durch seine Verletzungen dehnten diese sich zu Stunden aus.
Müde versuchte er seinen Arm zu bewegen, doch er war zu schwach, der hohe Blutverlust hatte ihm zu sehr zugesetzt. Er konnte es nicht schaffen. Er würde es nicht schaffen...
Das letzte was er tun konnte, war einfach loszulassen. Seinem Todeskampf schnell ein Ende zu setzen.
Es war so leicht, er brauchte nur seinen Mund einen Spalt weit zu öffnen. Innerhalb weniger Sekunden würde der Kampf dann schließlich zu Ende sein.

Ein letztes Mal blickte es hinauf zur Wasseroberfläche.
Die letzten Sonnenstrahlen der untergehenden Sonne...
Eines, das wusste er gewiss, hatte die Sonne und er gemeinsam.
Beide wurden gebraucht und beide würden versinken…
Doch einzig und allein die Sonne würde wieder aufgehen. Am nächsten Morgen…
Doch in diesem Moment schien sie nur für Dean, ein letztes Mal…
Bevor er schließlich seinen letzten Atemzug holen würde. Nur für ihn allein…

Innerlich seufzte Dean, dann öffnete er die Lippen einen kleinen Spalt weit…

(Fortsetzung folgt)

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Re: Dean Winchester- Ende eines Märchenprinzen

Beitrag  Emily am Di Sep 08, 2009 3:59 pm

Tolle Fortsetzung. Vor allem hast Du den Dialekt der Tänzerin sehr gut hervor gehoben.
Es ist schon komisch zu lesen, daß Dean eine attraktive Frau, ich nehme an das sie es ist, sie nicht als seine Geliebte haben möchte.
Das Frauen manchmal Dinge tun, nur damit sie Ihren Liebsten mit keinem teilen wollen, ist schon recht hart.
Aber Du hast es gut rüber gebracht, für jeden verständlich.
Ich freu mich auf die Fortsetzung...
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Re: Dean Winchester- Ende eines Märchenprinzen

Beitrag  Awfully Toxic am Di Sep 08, 2009 4:56 pm

Unaufhörlich strömte das Wasser in seine Lungen. Er bekam keine Luft mehr.
Ein letztes, verzweifeltes Röcheln, dann wurde es Dean schwarz vor Augen und er hatte das Gefühl, dass sein Kopf im nächsten Moment zu explodieren drohte, denn die Stimmen von Sam und seinem Vater, wie sie ihn als Schwächling beschimpften, wenn er sich jetzt einfach so hängen lässt, trieben ihn fast in den Wahnsinn.
Bildete Dean sich das Dean nur ein? Nein, die Stimmen bildete er sich nicht ein. Wie ein rostiger Nagel bohrten sie in seinem Kopf.
"Dean, wie oft hab ich dir gesagt, dass du niemals aufhören sollt, zu kämpfen. Du solltest ein Vorbild für Sam sein, und was muss ich zu meinem größten Bedauern feststellen? Du lässt dich einfach von diesem Weib abstecken, in den See schmeißen und jetzt lässt du dich einfach so hängen. Verdammt nochmal, kämpf endlich, oder willst du wirklich so sterben?"

Dean zerriss es fast das Herz, den bei jedem einzelnen Punkt hatte sein Vater recht. Und auf keinen Fall wollte er, dass es auf diese Weise endet.

"Hast du dich jemals so kläglich für einen Kampf vorbereitet? Nein, zuvor hattest du so viele Informationen wie möglich über deinen Gegner gesucht! Hättest du doch nur einmal dein Hirn angestrengt, hättest du gemerkt, dass du für diese Frau nur ein Mittel zum Zweg warst. Um jeden Preis wollte sie berühmt werden, doch ihre Karriere als Tänzerin wurde schon im Keim erstickt. Dafür ist sie sogar über Leichen gegangen. Du bist ja der noch lebende Beweiß dafür. Sie bekommt jetzt, nach was sie sich schon immer gesehnt hatte: Anerkennung und Ruhm. Und du hast ihr auch noch dazu verholfen."

Mit einem Schreck stellte Dean fest, dass Sam einen Punkt angesprochen hatte, der ihn hätte misstrauisch machen sollen: Wenn diese Frau wirklich nur tanzen wollte, warum hatte sie sich dann nicht offiziell angekündigt, sondern war über den Personaleingang hereingekommen. War das Streben nach Ruhm und Berühmtheit dieser Frau wirklich so krank, dass sie dafür zur Möderin wird.

In diesem Moment wurde er von einem unersättlichem Schütteln gepackt.

„Dean, bist du jetzt endlich wach!“
Sam verzweifelte fast daran, seinen Bruder zu wecken.
Geschlagene 5 Minuten versuchte er bereits Dean zu wecken.
Zum Glüch wachte dieser gerade auf, ansonsten wär ihm nichts anderes übrig geblieben, als ihn mit einem Kübel kaltem Wasser aus dem Schlaf zu reißen.
Schließlich wollten sie Bayern noch am heutigen Tag hinter sich lassen. Ein neuer, übernatürlicher Auftrag wartete schon auf sie...

Als er nach dem gut fünfzehnminütigem Einkauf zurück gekommen war, lag sein Bruder wie tot auf der Couch.
Nur das stetige ein- und ausatmen hatte ihm verraten, dass Dean überhaupt noch lebte.
Noch im Halbschlaf stöhnte Dean, dass er nicht Ludwig sei, dann schlug er die Augen auf.
Grinsend beugte sich Sam über ihn:
„Alter, ich weiß dass du nicht Ludwig bist. Aber seit wann redest du im Schlaf?“
Entsetzt schaute Dean seinen kleinen Bruder an.

„Das wirst du mich so schnell nicht mehr vergessen lassen?“
„Darauf kannst du dich gefasst machen, Bruderherz!“

Sams grinsendem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, würde er seinen Bruder nicht eher ruhen lassen, bevor Dean ihm nicht die ganze Geschichte erzählt hat...

"Sam, lass uns fahren!"
"Gute Idee, aber du erzählst mir doch noch, was du gerade geträumt hast!"
Sam setzte wieder seinen Dackelblick auf, sodass Dean einfach nicht "nein" sagen konnte.
"Was hälst du davon, wenn ich sie dir als Gute-Nachtgeschichte erzähl."
"Wie in alten Zeiten!"
"Wie in alten Zeiten!", stimmte Dean seinem Bruder zu.

ENDE

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Re: Dean Winchester- Ende eines Märchenprinzen

Beitrag  Emily am Do Sep 10, 2009 2:59 pm

Supi, supi, supi...
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Re: Dean Winchester- Ende eines Märchenprinzen

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