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Waldgeflüster

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Re: Waldgeflüster

Beitrag  Nicky am Mi Okt 14, 2009 5:45 pm

Daaaaaaaaankööööööö!!!!
Ich mach jetzt auch mal schnell weiter;D
Viel Spaß!

------------------

Kapitel 14: Warten

Bei John und den anderen:

“Dean? Was ist mit dir? Wo bist du verletzt?” Panik machte sich langsam in John breit. Sein jüngster war krank und entführt worden, sein bester Freund war von einem Dämon besessen und lag jetzt bewusstlos vor ihm und sein ältester Sohn schien schwer verletzt. Tausende Gedanken kreisten in seinem Kopf, sie ließen sich nicht mehr ordnen, schienen ihn überwältigen zu wollen. Jetzt half auch kein tief durchatmen mehr, zu viel war in den letzten Stunden passiert, als das John jetzt noch ruhig bleiben konnte.

“Es ist nur ein kleiner Kratzer.” antwortete Dean schließlich. Aber glauben konnte John dies nicht. Er hatten seinen Sohn nur wenige Sekunden berührt und trotzdem war seine Hand schon voller Blut.

So schnell er konnte kramte er seine Taschenlampe wieder hervor, er stellte sie an und leuchtete in Deans Richtung.

Dean wollte sich von seinem Vater wegdrehen, seine Verletzung verstecken. Es gab im Moment wichtigeres, um das sie sich kümmern mussten. Sammy war noch immer irgendwo da draußen in den Fängen dieses Monsters, sie hatten keine Zeit sich um andere Sachen zu kümmern.

John näherte sich nun seinem ältesten Sohn, er kniete sich vor ihm hin und sah ihm direkt in die Augen. Aber was er darin lesen konnte, war kein Schmerz, es war Sorge und Angst. Sorge um seinen kleinen Bruder, ob es ihm gut ging, ob er durchhalten konnte, bis sie bei ihm waren. Und Angst, angst zu spät zu kommen, angst seinen kleinen Bruder nie wieder zu sehen.
Und John fühlte genauso. Auch er machte sich sorgen, auch er hatte angst und er wusste nicht, wie langer er dies noch verbergen konnte. Wie lange er dies noch verbergen wollte. Langsam kam er an dem Punkt, an dem auch er nicht mehr konnte.

Aber jetzt musste er sich noch einmal zusammenreißen und sich um Dean kümmern “Leg dich hin, ich werde mir deine Wunde mal ansehen.” befahl er deshalb.

Hätte John diesen Ton nicht eingeschlagen, hätte Dean wahrscheinlich widersprochen. Auch so konnte John schon sehen, wie der sechzehnjährige mit sich rang. Die Vernunft siegte am ende und Dean tat wie ihm gehießen.

John zog das Hemd seines ältesten nach oben, sodass er sich die Verletzungen genau ansehen konnte. Auf Deans Brust prangten einige Schnitte, als hätte ihm jemand mit einem Messer darüber geritzt. Die meisten waren ungefährlich, hatten sogar schon aufgehört zu bluten. Aber eine der Wunden war sehr tief, noch immer floss Blut heraus und John konnte nicht sagen, ob vielleicht innere Organe verletzt waren.

“Ich hab doch gesagt, es ist halb so schlimm.” sagte Dean plötzlich und legte dabei ein breites Lächeln auf, um seine Aussage noch zu unterstreichen.

“Was ist halb so schlimm?” kam es auf einmal von Bobby. Niemand hatte bemerkt, dass er aufgewacht war und nun sah der erfahrene Jäger die beiden verwirrt an.
Bobby setzte sich etwas auf und sein Blick fiel als erstes auf Deans geschundenen Oberkörper “Oh mein Gott.” hauchte er kaum hörbar “Das ist alles meine Schuld. Ich bin das gewesen.”

“Nein!” unterbrach ihn John sofort etwas lauter als es nötig gewesen wäre “Es ist nicht deine Schuld, das war der Dämon.” fügte er dann noch etwas leiser hinzu.

Für einige Sekunden sahen sich die beiden Freunde einfach an. Es war als würden sie sich auch ohne Worte verstehen, denn plötzlich nickte Bobby und sagte “Du hast recht, entschuldige.”

“Oookay. DAS war gerade wirklich unheimlich.” warf Dean ein, der das ganze etwas irritiert beobachtet hatte.

John ignorierte diese Bemerkung, holte den erste Hilfe Kasten aus seinem Rucksack und begann Deans Wunden zu reinigen “Das muss sich dringend ein Arzt ansehen.” sagte er, während er eine Kompresse auf die noch immer blutende Wunde drückte.

Dean biss die Zähne zusammen “Du kannst ja mal nachsehen, ob du hier einen findest.” antwortete er nur gepresst.

“Dein Vater hat recht.” warf nun Bobby ein “Die Wunde ist ziemlich tief und wir können innere Verletzungen nicht ausschließen.”

“Doch, das können wir.” gab Dean zurück.

“Ach ja und wie?” fragte nun wieder John.

“Ich sage ich habe keine inneren Verletzungen, das reicht.” John wollte gerade etwas erwidern, aber Dean unterbrach ihn sofort “Wir müssen Sammy finden. Einer allein schafft das niemals, schon gar nicht, wenn dieser Dämon auch noch irgendwo hier herumschwirrt. Das bedeutete, wir müssen zusammenbleiben. Vertraut mir einfach.”

Dieses ganze war für John keine Sache von Vertrauen. Er wollte seinen Sohn nur einfach nicht verlieren. Keinen von beiden. Aber egal wofür er sich auch entschied, er ging damit wahrscheinlich das Risiko ein, einem von ihnen den sicheren Tod zu bringen.

-------

Bei Sam und Joshua:

Ihre Hand noch immer auf seiner Schulter, führte sie ihn aus dem Raum heraus. Weg von Joshua, weg von seiner letzten Hoffnung doch noch zu überleben.
Sam konnte sich nicht bewegen. Nicht etwa, weil sie einen Bann auf ihn gelegt hatte, nein, er hatte einfach nur Angst. Er wollte nicht sterben, nicht hier und nicht so.

Immer mehr Tränen bahnten sich ihren Weg über seine Wangen, als die Hexe ihn weiter durch die Trümmer nach draußen führte. Auch wenn er sich bereits damit abgefunden hatte, seinen Bruder nicht mehr sehen zu können, wünschte er sich in diesem Moment nichts sehnlicher, als ihn bei sich zu haben.

Dean hatte es immer geschafft ihn aufzumuntern, ihm seine Angst zu nehmen und ihn zum lachen zu bringen. Und genau dafür liebte er seinen Bruder so sehr. Dafür, dass er immer für ihn da war. Und er hatte nun keine Chance mehr, ihm das zu sagen, ihm dafür zu danken.

Die Hexe hatte Sam an einen alten Baum vor der Hütte geführt. Er spürte, wie sich ihre Hand von seiner Schulter löste, hörte, wie sich langsam von ihm entfernte. Trotzdem war er immer noch wie erstarrt, unfähig sich auch nur einen Zentimeter zu bewegen.

Dann blieb sie stehen und drehte sich zu ihm herum “Du bist für immer mein.” hauchte sie noch einmal mit ihrer hohen und kalten Stimme, dessen klang ihm erneut einen kalten Schauer über den Rücken laufen ließ.

Sam war froh, dass er mit dem Rücken zu ihr stand und ihren Anblick nicht ertragen musste. Er schloss die Augen und sah noch einmal das Bild seines Bruders vor sich, wie er lachte und mit ihm redete.

Unaufhaltsam strömten nun die Tränen aus seinen Augen, während er darauf wartete, dass es endlich vorbei war.

Fortsetzung folgt....

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Re: Waldgeflüster

Beitrag  Awfully Toxic am Mi Okt 14, 2009 6:32 pm

Wunderbar wie immer.
Vielleicht hättest du an der ein oder anderen Stelle noch ein paar Gedanken/Gefühle einfügen können, zum Beispiel an dieser hier:

Dann blieb sie stehen und drehte sich zu ihm herum “Du bist für immer mein.” hauchte sie noch einmal mit ihrer hohen und kalten Stimme, dessen klang ihm erneut einen kalten Schauer über den Rücken laufen ließ.
Was denkt Sam, als die Hexe das sagt oder hat er keine Angst, was sie mit ihm vorhat?

Awfully Toxic
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Re: Waldgeflüster

Beitrag  Nicky am Sa Feb 20, 2010 8:49 pm

Vielen, vielen Dank.
Es geht jetzt weiter....und zwar mit der kompletten Geschichte;D
Viel Spaß!!

...................................................
Kapitel 15: Die Erlösung

Bei John und den anderen:

John konnte es nicht. Er konnte sich einfach nicht zwischen seinen beiden Söhnen entscheiden. Er hatte in seinem Leben schon sie viel durchmachen müssen, er hatte die Liebe seines Lebens durch einen Dämon verloren und ein neues Leben begonnen, als allein erziehender Vater und Jäger. Ohne seine beiden Jungs hätte er dies niemals geschafft, er wäre an Marys Tod zerbrochen. Einen seiner Söhne jetzt zu verlieren, das würde er nicht durchstehen, er wusste, dass es ihn umbringen würde.

Also schob er diese Entscheidung erst einmal vor sich her, indem er die Wunde seines Ältesten nähte und verband. Dies ging jedoch schneller, als er erwarte hatte und schon bald stand die schlimmste Frage, die man ihm hätte stellen können, wieder im Raum. Dean oder Sam?

“Dad, wirklich es geht mir gut.” versuchte Dean ihn zu überzeugen. Aber es half John nicht, dass Risiko, Dean könnte nicht die Wahrheit sagen war einfach zu hoch. Um weiter nach seinem kleinen Bruder suchen zu können, hätte er alles gesagt.

“Okay, wenn du mich nicht mehr dabeihaben willst, gut.” begann Dean schließlich wieder, nachdem sein Vater keinerlei Reaktion zeigte “Aber glaub ja nicht, dass ich mich so leicht abwimmeln lasse. Wenn es sein muss, dann suche ich eben auf eigenen Faust nach Sammy.....Also, du hast die Wahl. Entweder du lässt mich mitgehen und du kannst mich dabei die ganze Zeit im Auge behalten, oder ich gehe allein und du hast keine Ahnung, ob ich überhaupt noch am Leben bin.”

Dean wusste, dass seine Worte ziemlich hart klangen, aber es war der einzige Weg seinen Vater zur Vernunft zu bringen. Und es funktionierte “Auch wenn mir nicht gefällt, wie du mit mir redest...:Wir suchen gemeinsam weiter.” sagte John schließlich resignierend.

Das ungute Gefühl in seinem Magen ignorierend, half John seinem Ältesten schließlich auf die Beine. Er wurde das Gefühl nicht los einen großen Fehler zu begehen, aber was hatte er schon für eine Wahl?

Also machten sich die drei Jäger wieder auf den Weg. Und während John versuchte mit seinem schlechten Gewissen zurechtzukommen, plagte Dean die Gewissheit, dass sein kleiner Bruder ihn gerade mehr brauchte, als jemals zuvor.

-----------

Bei Sam und Joshua:

Während Sam die Augen geschlossen hielt und auf sein Ende wartete, schossen ihm nun unentwegt Tränen aus den Augen. Er spürte, wie sie warm an seinen Wangen herunterliefen, sich am Kinn sammelten und dann langsam auf den Boden tropften. Sam konzentrierte sich auf das warme Gefühl, wollte sein letztes Empfinden darauf ausrichten.

Doch nichts passierte. Minutenlang stand er einfach da. Er konnte den Blick der Hexe in seinem Rücken spüren, wusste, dass sie ihn beobachtete, ihn haben wollte. Aber nichts. Sie stand einfach nur da.

Sam hatte sich darauf gefasst gemacht, nichts mehr zu spüren, oder unter Qualen zu sterben. Aber darauf war er nicht vorbereitet gewesen. Was für ein krankes Spiel trieb sie hier mit ihm? Wieso konnte sie ihn nicht einfach erlösen?

Weitere Minuten vergingen, in denen die Hexe Sam einfach nur anstarrte. Minuten, in denen er sich immer wieder wünschte aus diesem Albtraum aufzuwachen, in denen er sich wünschte, sie würde sein Leiden endlich beenden. Minuten, in denen er sich wünschte, Dean wäre bei ihm.

Aber weder der eine noch der andere Wunsch wurde ihm erfüllt. Die Hexe zeigte keine Reaktion, starrte ihn einfach nur an und er war immer noch allein.

Plötzlich ertönte ein lauter Knall, der Sam erschrocken zusammenzucken ließ. Seine Augen hatte er bei dem Geräusch wieder geöffnet und starr vor schreck, blickte er nun diesen alten Baum vor sich an. Er hatte Angst sich zu bewegen, mit ansehen zu müssen, was die Hexe mit ihm vorhatte.

Doch dann ertönte eine Stimme, sie war wütend und voller Hass. Es dauerte nur Sekunden, bis Sam diese Stimme erkannte und ein erleichtertes ausatmen nicht unterdrücken konnte. Er war nicht mehr allein.

--------------------------------------

Kapitel 16: Ahnungen

Bei Sam und Joshua:

“Du elendes Miststück. Ich hab dir doch gesagt, du sollst deine Finger von dem Jungen lassen!” hörte der junge Winchester Joshua schreien.

Erleichterung machte sich in Sam breit, Joshua lebte noch und er war bei ihm.
Doch als er sich umdrehte, zweifelte er ein wenig daran, dass sie beide aus dieser Situation wieder heil herauskommen würden.
Josh stand, an den Türrahmen des Hauses gelehnt, in gekrümmter Haltung, seinen rechten Arm hatte er um seine Brust gelegt und sein Gesicht war schmerzverzerrt.

Doch schon im nächsten Moment passierte etwas, dass Sam niemals erwartet hätte. Die Hexe sah Joshua einige Sekunden an, bevor sie einen weiteren markerschütternden Schrei verlauten ließ und schließlich vor dem Jäger zurückwich.
Dann sah Sam, dass Joshua etwas in der Hand hielt. Er konnte nicht erkennen, was es war, aber schon im nächsten Moment fand der braunhaarige heraus, dass es tödlich war.

Joshua warf den Gegenstand und traf die Hexe damit an der Brust. Noch einmal schrie sie, so laut, dass Sam das Gefühl hatte, sein Trommelfell würde platzen, bis sie schließlich zu einem kleinen Häufchen Asche verbrannte.

Sam hatte das ganze Szenario mit erstaunen und entsetzen beobachtet. Immer wieder blickte er von der Asche zu Joshua hinüber. Er konnte einfach nicht glauben, was er da gerade gesehen hatte.

Aber das alles war ihm im Moment egal. Die Hexe war tot, die Gefahr war vorbei.

Sam wollte zu Joshua hinübergehen, ihm danken, dass er ihm das Leben gerettet hatte, ihm sagen, wie froh er war, dass er noch lebte. Aber je näher er dem alten Freund seines Vaters kam, desto mehr verschwamm seine Sicht. Alles um ihn herum drehte sich und er wollte sich plötzlich einfach nur noch hinlegen.

Sam spürte, wie jemand seinen Kopf hochnahm und auf etwas weicheres legte. Dann sah er Joshua, der direkt auf ihn hinabblickte. Erst jetzt realisierte Sam, dass er umgefallen sein musste “Du musst durchhalten Sam. Wir haben es fast geschafft.....” mehr konnte der junge Winchester nicht hören. Immer mehr verschwamm seine Sicht und Übelkeit machte sich wieder in seinem Magen breit. Er wollte wirklich auf Josh hören und durchhalten, sich nicht der Dunkelheit hingeben. Aber dies war ein Kampf, den er einfach nicht gewinnen konnte. Nicht ohne seinen Bruder.



Bei John und den anderen:

Sie waren schon seit einer Stunde unterwegs, aber für Dean kamen sie viel zu langsam voran. Das schlimmste daran, war für ihn jedoch, dass er der Grund war, warum sie nicht schneller gehen konnten.
Sein Körper hatte sich zwar bereits an die Schmerzen, die seine Verletzung verursachten, gewöhnt, was aber nicht bedeutetet, dass er nicht dagegen protestierte. Trotzdem ging er unentwegt weiter, er dachte nicht einmal daran, eine Pause einzulegen. Der Gedanke an Sam trieb ihn einfach immer weiter.

Noch immer konnte er nicht glauben, dass er sich nicht gegen seinen Vater durchgesetzt und bei Sam geblieben war. Wie hatte er nur so verantwortungslos sein können?
Und jetzt war Sam irgendwo da draußen, krank, allein und in Lebensgefahr und das alles nur, weil er sich seinem Vater mal wieder nicht widersetzen konnte.

Aber er würde es wieder gut machen, er würde Sam da rausholen und ihn niemals wieder aus den Augen lassen.

“Dean, komm, wir sollten eine Pause einlegen.” riss ihn die Stimme seines Vaters plötzlich aus den Gedanken.

Dean sah seinen Vater nicht einmal an “Nein, wir müssen weiter.”

“Junge.” mischte sich nun Bobby ein “Du kannst deinem Bruder nicht helfen, wenn du vollkommen geschwächt bist.”

“Wir müssen weiter.” gab der blonde nur wieder zurück.

John reichte es. Er konnte nicht mit ansehen, wie sein Ältester sich quälte, wie er immer schwächer wurde. Er wusste, dass er, mit jeder Sekunde, die sie weitergingen, Dean ein weiteres Stück mehr verlieren würde.

John war sich im klaren, das er niemals auf Deans Drohung hätte eingehen dürfen. Er hätte ihn zurückschicken müssen, in Sicherheit bringen müssen. Aber diesen Fehler konnte er jetzt nicht mehr rückgängig machen, also beschloss er zumindest, nicht dabei zusehen zu wollen, wie sein Ältester sich langsam umbrachte “Dean, setz dich!” befahl er deshalb.

Dean sah seinen Vater verwundert an. Er hätte in diesem Moment mit einigem gerechnet, aber nicht mit einem Befehl. Konnte sein Vater denn nicht verstehen, dass er einfach nur seinen Bruder zurückbringen wollte?
“Nein!” antwortetet der blonde schließlich.

Nun war es an John überrascht zu gucken “Wie bitte?” fragte er ungläubig. Dean hatte noch niemals einen Befehl von ihm missachtet, geschweigeden ihm widersprochen.

“Dad, du weißt, dass ich sonst alles tue, was du sagst. Selbst, wenn du mir befehlen würdest von einem Hochhaus zu springen, oder hinter eine U-Bahn, ich würde es tun.” Dean atmete einmal tief durch, bevor er weitersprach “Aber nicht dieses mal......Ich kann einfach nicht.”

John leuchtete seinem Sohn, mit der Taschenlampe, ins Gesicht und sah ihm dabei direkt in die Augen “Wieso?” fragte er schließlich.

Es dauerte einige Sekunden, bis Dean antwortete, aber was er schließlich von seinem Ältesten hörte, ließ John das Blut in den Adern gefrieren “Weil ich glaube, dass Sam nicht mehr viel Zeit hat....Dad, irgendetwas stimmt da nicht!”

Fortsetzung folgt....

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Re: Waldgeflüster

Beitrag  Nicky am Sa Feb 20, 2010 8:51 pm

Kapitel 17: Angst

Bei Sam und Joshua:

Das erste, was Sam spürte, als er wieder erwachte, waren die Schmerzen, die seinen ganzen Körper zu erfüllen schienen. Jeder einzelne Knochen und jeder einzelne Muskel tat ihm weh, sodass er sich nicht einmal traute, die Augen zu öffnen.

Aber er musste. Er musste doch nachsehen, wie es Joshua ging, was mit dem alten Freund seines Vaters war. Josh hatte ihm das Leben gerettet, obwohl er sich selbst damit in größte Gefahr gebracht hatte. Sam war es ihm einfach schuldig.

Langsam öffnete der junge Winchester die Augen. Er wusste nicht, wie lange er bewusstlos gewesen war, aber da sich das Sonnenlicht schon wieder seinen Weg durch die Baumkronen bahnte, mussten es einige Stunden gewesen sein.
Unendlich vorsichtig sah Sam sich um. Noch immer war er an der alten Holzhütte, in der die Hexe gelebt hatte, aber er lag nicht mehr so weit von ihr entfernt, wie zu dem Zeitpunkt, als er zusammengebrochen war. Joshua musste versucht haben, ihn in das Haus zu tragen, aber wo war Josh jetzt?

Als Sam seinen Kopf in die andere Richtung drehte, entdeckte er den jungen Jäger schließlich. Joshua lag direkt neben ihm, seine Augen waren geschlossen und er bewegte sich nicht.
Panik stieg erneut in Sam auf, Josh durfte nicht tot sein, nicht nach allem, was sie geschafft hatten, nicht nachdem er ihm das Leben gerettet hatte.

Sam wollte sich aufsetzen, dass einzige, woran er denken konnte, war nach Joshua zu sehen, ihm zu helfen. Doch er konnte nicht, ihm wurde schwindelig und er sank, mit einem schmerzvollen Stöhnen zurück auf den Boden.
Tränen begannen Sams Augen zu füllen, er wusste einfach nicht mehr, was er tun sollte. Er wollte nicht, dass es so zu Ende ging, nicht nach allem, was sie bereits geschafft hatten, nicht, nachdem die Hexe endlich tot war.

Aber jetzt vielleicht zu sterben, war nicht das schlimmste für Sam, nicht mehr, viel schrecklicher war, dass er seine Familie nicht mehr sehen würde. Seinen Vater, den er trotz aller Schwierigkeiten über alles liebte und Dean, seinen großen Bruder, der einfach alles für ihn tat, immer für ihn da war, ihn immer wieder aufmunterte und der, ohne einen Kompromiss, sofort sein Leben für ihn geben würde. Sam wünschte sich in dem Moment nichts sehnlicher, als die beiden noch einmal zu sehen.

Und gerade als dieser Gedanke durch seinen Kopf schwirrte, hörte er, wie jemand seinen Namen rief. Er kannte diese Stimme und im ersten Moment hatte Sam gedacht, er würde phantasieren, bis sich eine Hand auf sein Gesicht legte und er diese bekannte, vertraute Wärme spürte. Dean war bei ihm.

“Sammy,.....oh mein Gott, was ist passiert....Sammy, sag doch etwas.” Dean klang panisch, warum hatte Dean Angst? Sie waren wieder zusammen, das war doch alles, was zählte.

Ein Lächeln breitete sich auf den Lippen des jüngsten Winchesters aus, als auch sein Vater in sein Blickfeld trat. Sein Wunsch wurde erfüllt, er hatte seine Familie noch einmal sehen können.
Und mit diesem sicheren und warmen Gefühl im Magen, schloss Sam schließlich die Augen und gab sich der Dunkelheit hin.

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Kapitel 18: Das Wiedersehen

Dean wusste nicht mehr, wie lange sie schon durch den Wald gegangen waren und es war ihm auch egal. Er musste Sam finden, ihn aus den Fängen dieser Hexe befreien, dass war das einzige, an das er noch denken konnte und das einzige, was ihn weiter vorantrieb.

In den letzten Stunden hatte keiner mehr ein Wort gesprochen, alle hingen ihren eigenen Gedanken hinterher, aber keiner von ihnen wollte sie wirklich aussprechen.
Dean hatte Angst, er wusste, dass es ein Leben ohne Sam nicht geben konnte, weder für ihn, noch für seinen Vater. Es gab nur eine Möglichkeit, dies zu umgehen, sie mussten Sam so schnell wie möglich finden und nach Hause bringen.

Aber was wäre, wenn sie zu spät kamen? Wenn Sam bereits nicht mehr am Leben wäre?
Nein, daran durfte er nicht denken, sie mussten es schaffen sonst wären sie alle verloren. Und mit diesem Gedanken, beschleunigte Dean seinen Schritt noch einmal.

Er bog nun um eine Ecke und entdeckte eine kleine Lichtung. Er wusste nicht genau, woher dieses Gefühl kam, aber irgendetwas sagte ihm, dass er seinen kleinen Bruder bald wiedersehen würde. Also ging er noch einmal einen Schritt schneller und betrat die Lichtung. Hier war es etwas heller, das Sonnenlicht beleuchtete den meisten Teil sehr gut. Dean sah eine alte Holzhütte, deren Dach eingestürzt war, rund um die Hütte standen einige Bäume, einer von ihnen war sehr groß und hatte einen dicken Stamm. Vor diesem Baum war ein Kreuz aufgestellt und als Dean dies entdeckte, wusste er sofort, das sie ihr Ziel erreicht hatten. Es war das Grab der alten Hexe, sie hatten ihr Haus erreicht.

Und schon im nächsten Moment sah er die zwei gestalten, die in der Nähe der Hütte auf dem Boden lagen. Die erste, größere Gestalt, erkannte er im ersten Moment nicht, aber die zweite schon. Sam. Ohne seine Begleiter auch nur anzusehen, rannte Dean los. Adrenalin schoss durch seine Adern und ließ ihn noch einmal schneller werden. Sam lag reglos auf dem Boden und Angst machte sich in dem Magen des blonden Winchesters breit. Sam musste einfach noch am leben sein, nach allem was passiert war, nachdem sie ihn jetzt endlich gefunden hatten, konnte er nicht tot sein.

Dann endlich, nach endlosen Minuten, wie es Dean vorkam, kam er bei seinem kleinen Bruder an. Ein erleichtertes aufatmen entwich seinen Lungen, als er sah, dass Sam wach war.
Dean bemerkte kaum, dass auch sein Vater an seine Seite trat, er bemerkte gar nicht, dass Bobby begann sich um Joshua zu kümmern. Er hatte einzig nur noch Augen für seinen kleinen Bruder.

Eine Träne lief über Deans Wange, eine Träne voller Erleichterung, dass Sam noch lebte, dass er wach war. Aber auch eine Träne voller Sorge, Sorge darum, was mit dem jüngeren passiert war, aber vor allem, was noch passieren könnte. Noch waren sie nicht sicher, noch gab es keine Hilfe für den jüngsten Winchester, denn sie waren noch lange nicht aus dem Wald heraus und Dean hatte Angst, dass Sam es auch nicht mehr schaffen würde.

Sein kleiner Bruder war übersät von blauen Flecken, Kratzern und Abschürfungen, die sich alle von seiner viel zu bleichen Haut deutlich abhoben. Und er war warm, viel zu warm, Sam hatte hohes Fieber und nur ein Wunder hätte dieses in dieser Umgebung senken können.

Noch immer sah Dean seinen kleinen Bruder an, ein Lächeln hatte sich auf dessen Lippen ausgebreitet. Sam sah abwechselnd zu Dean und seinem Vater, seine Augen waren voller Schmerz, Qualen, aber auch Erleichterung und Dankbarkeit.
Und dann schloss er seine Augen und sein Körper wurde schlaff, als er in die Dunkelheit versank.



Endlich waren sie wieder zusammen, das war das erste, was John dachte, als er Sam entdeckte, er hatte seinen Jungen wieder. Aber die Freude hielt nicht lange, als er bemerkte, in welcher Verfassung sein Jüngster war.

Was hatte er auch erwartet, nach allem was passiert war. Sam war krank und wer weiß, was er noch alles hatte durchmachen müssen. Hatte er wirklich geglaubt, so einfach mit seinen Söhnen aus dem Wald heraus spazieren zu können? Nein, geglaubt hatte er es nicht, aber gehofft.

John sah das Lächeln, dass sich auf dem Gesicht seines Jüngsten Sohnes ausgebreitet hatte und es war das schönste, was er in seinem ganzen Leben gesehen hatte. Doch dann schloss Sam die Augen, sein Körper wurde schlaff und sein Kopf rollte zur Seite.
Johns Herz blieb für einige Sekunden stehen, nur um kurz darauf mit doppelter Geschwindigkeit weiterzuschlagen “Nein, Sammy wach auf......Sammy, bitte.” hörte er die flehende Stimme seines Ältesten.

John ging neben Sam auf die Knie und tastete mit seinen Fingern nach einem Puls. Er atmete erleichtert auf, als er schließlich das stätige und kräftige Pochen fühlte “Er ist nur bewusstlos.” sagte er, mehr zu sich selbst, als zu Dean.

“Dad, wir müssen ihn hier rausbringen. Er braucht einen Arzt.”

“Ich weiß und wir werden ihn so schnell wie möglich zu einem bringen.” dann drehte John sich zu Bobby und Joshua um “Was ist mit ihm?” fragte er seinen alten Freund.

“Er ist bewusstlos. Mann, er scheint einiges hinter sich zu haben.” antwortete Bobby “Was ist mit Sammy?”

“Wir müssen so schnell wie möglich hier raus.” gab John nur zurück und Bobby verstand ihn sofort. Der erfahrene Jäger wollte gerade aufstehen, als er am Handgelenk gepackt und zurück auf den Boden gezogen wurde “Na na na, wo wollen wir denn so schnell hin? Das Spielchen hat doch gerade erst richtig angefangen.” kam es plötzlich von Joshua. Ein breites Grinsen hatte sich auf seinem Gesicht ausgebreitet und als er die Augen öffnete, sog Bobby scharf die Luft ein “Ein Dämon.” rief er, um John noch zu warnen, bevor er durch die Luft geschleudert wurde und hart gegen einen Baum prallte. Bewusstlos blieb Bobby am Boden liegen, während Joshua aufstand und sich nun an John und Dean wand “Ich denke, dass wird ein lustiger Tag.”

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Re: Waldgeflüster

Beitrag  Nicky am Sa Feb 20, 2010 8:53 pm

Kapitel 19: Das Puzzle fügt sich zusammen

Sam hörte Bobbys Stimme, hörte, wie er eine Warnung schrie, hörte, wie er durch die Luft geschleudert wurde und gegen etwas hartes prallte. Aber das konnte alles nicht sein, dass durfte nicht passieren. Er hatte doch gerade erst seine Familie wieder, dass alles konnte nur ein Albtraum sein. Ja, das war es auch, aber einer, aus dem er sobald nicht mehr erwachen würde.

Langsam öffnete Sam die Augen, sein Vater und sein Bruder hatten sich schützend vor ihn gestellt, sodass er nicht genau erkennen konnte, was sich gerade abspielte. Aber er ahnte es und genau diese Ahnung gab ihm noch einmal Kraft. Langsam stand der junge Winchester auf und auch, wenn seine Sicht für kurze Zeit verschwamm, wusste er doch, was los war “Es war also doch kein Traum.” stellte er fest. John und Dean hatten sich zu ihrem Jüngsten herumgedreht, als sie seine Stimme vernommen hatten und auch die schwarzen Augen, die aus Joshuas Höhlen blitzten, waren auf ihn gerichtet.

Ein breites Grinsen umspielte die Lippen des Dämons “Nein mein lieber, es war kein Traum. Mir war langweilig und als wir da im Wald diesen Abhang heruntergestürzt sind, dachte ich, ich spiel mal ein wenig mit dir, bringe ein wenig Schwung in die ganze Sache. Du bist bewusstlos geworden und ich hab dich an die Stelle zurückgelegt, an der du gelandet warst,...der Rest war ein Kinderspiel.” Der Dämon lachte laut auf “Zuerst warst du ein wenig misstrauisch, aber ich musste dir nur einmal tief in die Augen blicken und dir das Leben retten und schon waren alle Zweifel verflogen.”

“Wieso hast du dich vorhin in dem Haus tot gestellt, wenn du mir am Ende doch wieder das Leben gerettet hast?” Sam verstand die ganze Situation nicht, es ergab alles einfach keinen Sinn.

“Ich hab mich nicht tot gestellt.” antwortete der Dämon mit einem Schulterzucken “Weißt du, unserem lieben Joshi hier drin geht es gar nicht gut und das merkt man auch, wenn ich nicht da bin.” wieder lachte er “Ich hab nur einen kleinen Ausflug gemacht, ich wollte doch auch den Rest der Familie kennen lernen.” sagte er grinsend.

“Oh mein Gott, der Dämon, draußen im Wald,....das warst du.” stellte Dean geschockt fest. Er konnte einfach nicht glauben, was er da alles hörte. Sam war die ganze Zeit mit einem Dämon unterwegs gewesen, der seine Spielchen mit ihm gespielt hatte.

“Ja, das war ich.” riss der Dämon ihn wieder aus den Gedanken. Wut stieg in ihm auf, als er den Stolz in der Stimme dieser Kreatur hörte “Tut’s noch weh, Deani?” fragte der Dämon mit gespieltem Mitleid.

Dean wäre am liebsten auf den Dämon losgegangen, er hätte am liebsten so lange auf ihn eingeprügelt, bis er um Gnade bettelte. Aber er wusste, dass dies nichts bringen würde und vor allem, das er diesen Kampf nicht gewinnen konnte.

“In der Höhle, nach unserer Flucht....die Taschenlampe, das Flackern,...die Hexe war nicht in der Nähe, das warst du. Deshalb hast du mich so angeblafft.” langsam setzten sich alle Teile in Sams Kopf zu einem ganzen Bild zusammen.

“Ja, das war nicht nett, Sammy. Ich hatte dir doch gesagt, dass du die Taschenlampe nicht anstellen solltest. Das die Jugend von Heute auch nicht hören kann.” sagte der Dämon kopfschüttelnd.

“Du hältst dich wohl für ganz witzig, oder? Ich sag dir mal was, das bist du nicht.” Dean reichte es, er konnte und vor allem wollte nicht mehr mit anhören, was sein Bruder alles hatte durchmachen müssen. Immer mehr kochte die Wut in ihm.

“Was willst du?” fragte John schließlich direkt. Dean konnte den drohenden Unterton in der Stimme seines Vaters hören und wusste, dass es ihm anscheinend genauso ging.

“Was ich will?....Ich will Sam, was sonst. Und ich wollte ihn mir gerade nehmen, aber ihr musstet ja dazwischen funken. Ich muss zugeben, nach meinem Angriff hatte ich nicht so schnell mit euch gerechnet.” erklärte der Dämon “Aber wen die ganze Familie schon einmal zusammen ist,....wer möchte denn zuerst sterben?”

Einige Sekunden herrschte vollkommene Stille auf der kleinen Lichtung, bis auf einmal eine bekannte Stimme aus dem Hinterhalt ertönte “Wie wäre es mit dir?”

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Kapitel 20: Antworten?

“Was zum...” weiter kam der Dämon nicht, denn schon im nächsten Moment wurde er mit Weihwasser bespritzt und schrie vor Schmerzen.
John war noch niemals so froh gewesen, Caleb zu sehen, doch wenn Caleb da war, wo war dann....Er hatte den Gedanken noch nicht ganz zu Ende geführt, als er die Stimme Pastor Jims hinter sich hörte “Kommt schnell, ins Haus.” rief der Jäger ihnen zu und so schnell sie konnten, rannten sie alle zu ihm.

Sam wurde von seinem Vater mehr getragen, als das er von allein lief. Er war einfach zu geschwächt, um sich noch aus eigener Kraft bewegen zu können.

In dem Haus angekommen, setzte John seinen Jüngsten auf dem Boden ab, Dean setzte sich sofort zu ihm und begann auf ihn einzureden. John wollte sich währenddessen gerade wieder auf den Weg nach draußen machen, wurde jedoch von Jim aufgehalten, der ihn plötzlich am Oberarm packte und zurück in die Hütte zog “Was soll das?” protestierte John, während er versuchte sich loszureißen “Caleb und Bobby sind noch da draußen. Wir müssen ihnen helfen.”

“John beruhige dich. Caleb hat alles im Griff. Außerdem hast du doch gehört, was der Dämon gesagt hat, er ist hinter Sammy her, also wird er hierher kommen.” John sah seinen alten Freund verwirrt an, dieser hatte seinen Blick nämlich nach oben gerichtet. Als auch John nach oben sah, verstand er, was der Pastor ihm sagen wollte. Von der Decke des ersten Stockwerkes war nicht viel übriggeblieben. Aber etwas schon und genau auf einem dieser Stücke, hatte Jim eine Teufelsfalle gezeichnet.

Und sie mussten auch nicht lange warten, bis die Falle zuschnappte. Nur wenige Sekunden, nachdem John die Zeichnung an der Decke entdeckt hatte, kam der Dämon in das Haus gelaufen, doch schon nach wenigen Schritten, kam er nicht mehr weiter. Er war genau in die Teufelsfalle gerannt und war jetzt gefangen in ihr.

John hörte gar nicht, wie der Dämon fluchte und versuchte sich aus der Falle zu befreien, seine ganze Aufmerksamkeit galt in diesem Moment seinen beiden Söhnen “Ihr müsst gehen.” war das einzige, was er zu ihnen sagte.

Dean sah seinen Vater geschockt an. Der Dämon saß in der Falle und er wollte, dass sie abhauten? Dean verstand die ganze Situation nicht und er wollte es auch gar nicht. Natürlich wollte er Sam so schnell wie möglich aus diesem Wald heraus und zu einem Arzt bringen, aber genauso wollte er dieses Monster zurück in die Hölle schicken, dass seinem Bruder das alles angetan hatte “Dean, ich will das ihr schon einmal vorgeht, Caleb und Bobby werden euch begleiten, Jim und ich kommen bald nach.”

Caleb und Bobby waren mittlerweile auch in dem Haus angekommen und auch sie schienen nicht besonders begeistert von dieser Idee zu sein “Vergiss es John, wir bleiben hier.” protestierte Bobby deshalb.

“Nein, John hat recht.” mischte sich nun auch Pastor Jim ein “Ihr seit alle verletzt. John und ich erledigen das hier und dann kommen wir nach.”

Dean wollte noch protestieren, aber ein Blick in die Augen seines Vaters reichte, damit er es sich noch einmal anders überlegte. Vielleicht hatte die beiden ja recht, Sammy musste dringend hier weg “Okay.” sagte Dean deshalb, bevor er aufstand und auch seinem Bruder auf die Beine half “Glaubst du, du schaffst das?” fragte er Sam besorgt.

“Ja,.....ja.” die Stimme des jüngsten Winchesters war nicht mehr, als ein Flüstern und Dean musste seinen Bruder nicht einmal ansehen, um zu wissen, das er log. Und auch den anderen schien das nicht zu entgehen, da Bobby plötzlich an die Seite der beiden Brüder trat und sich Sams Arm um die Schultern legte, um ihm ein wenig von seinem Gewicht abzunehmen.

Keiner sagte ein Wort, als die vier Verletzten sich auf den weg machten, keiner von ihnen wollte sich verabschieden, viel zu groß war die Angst, dass es ein Abschied für immer sein könnte.

“Das war wirklich herzzerreißend.” höhnte plötzlich der Dämon, nachdem die anderen außer Sichtweite waren. John drehte sich zu ihm um, seine Augen funkelten drohend und am liebsten wäre er sofort auf den Dämon losgegangen, aber irgendetwas hielt ihn davon ab. Vielleicht war es die Tatsache, dass Joshua noch immer irgendwo in diesem Körper steckte, aber wahrscheinlich war es wohl eher, weil er Antworten brauchte “Fang an.” sagte er schließlich trocken und Jim wusste sofort, was zu tun war. Er begann mit dem Exorzismus.

Schon nach wenigen Zeilen, begann der Dämon sich zu winden und vor Schmerzen zu schreien “Was willst du von meinem Sohn?” fragte John kühl, während die Schreie des Dämons immer lauter wurden.

Doch anscheinend litt der Dämon noch nicht genug, denn obwohl man ihm die Schmerzen genau ansehen konnte, ließ er trotzdem ein lautes Lachen verhören “Das wüsste du wohl gerne, mh Johnnyboy?”

“Was hat die Hexe mit der ganzen Sache zu tun? Wieso hast du sie getötet?” immer mehr kochte die Wut in John hoch, er wusste, dass er sich nicht mehr lange würde beherrschen können.

Aber erst nachdem er die Fragen noch ein paar mal gestellt hatte und Jim mit dem Exorzismus fast fertig war, gab der Dämon auf “Okay, okay, schon gut. Ich sag es euch.”
John hob die Hand, um dem Pastor das Zeichen zu geben, dass er unterbrechen sollte und er tat es auch “Also?” fragte John ungeduldig.

“Die Hexe hat gar nichts damit zu tun. Ich habe diese Frau überredet sie zu beschwören, um euch hierher zu locken. Aber unser Freund Joshua hier, war zuerst da. Das war aber nicht schlimm, er hat mir wirklich sehr geholfen.” John war kurz davor einfach auf den Dämon zu schießen. Er wusste, dass es ihn nicht töten würde, aber es würde ihm wehtun und er selbst würde sich vielleicht etwas besser fühlen “Sie hat Sam für mich entführt und ihn hierher gebracht, aber das hat ihr nicht gereicht, sie wollte ihn unbedingt fressen. Das konnte ich nicht zulassen.” fuhr der Dämon schließlich fort.

John verstand das alles nicht, es ergab einfach keinen Sinn “Wieso hast du die Hexe getötet, wenn du meinen Sohn doch sowieso umbringen wolltest? Du hättest sie doch die ganze Arbeit machen lassen können.”

“Oh, ich will Sammy nicht töten und deshalb konnte ich auch nicht zulassen, das sie ihn umbringt.” ein Grinsen breitete sich auf dem Gesicht des Dämons aus “Wir haben wirklich große Pläne mit dem kleinen Sammy.” sagte er , während er John aus seinen schwarzen Augen hämisch anfunkelte.

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Re: Waldgeflüster

Beitrag  Nicky am Sa Feb 20, 2010 8:59 pm

Kapitel 21: Dämonen

“Was soll das Heißen?” fragte John wütend. Er war es leid, dass der Dämon immer wieder nur Andeutungen machte, er wollte wissen, was der Dämon vorhatte, was sie vorhatten.

“Das wirst du noch früh genug herausbekommen, Johnny. Glaub mir, es wird dir bestimmt gefallen, dein Sammy ist etwas ganz besonderes.

Jetzt reichte es John, er sprang auf den Dämon zu, packte ihn mit einer Hand am Kragen und schlug mit der anderen, die er zur Faust geballt hatte, so fest zu, wie er konnte. Jim war sofort an seiner Seite, er ergriff John von hinten und wollte ihn mit sich, aus der Falle herausziehen “John, hör auf. Joshua ist noch da drin, du verletzt ihn nur noch mehr.” schrie er seinen Freund an.

Aber es half, John ließ von dem Dämon ab und entfernte sich wieder aus der Teufelsfalle. Schwer atmend sah der erfahrene Jäger den laut lachenden Dämon an und am liebsten wäre er sofort wieder auf ihn losgegangen.
Doch plötzlich veränderte sich etwas. Das Lachen des Dämons ging in einen Schrei um, einen Schrei, der selbst John und dem Pastor durch Mark und Bein ging. Aber es hielt nur wenige Sekunden an, dann fiel der Dämon auf die Knie, er krümmte sich noch einmal vor Schmerzen, bevor schwarzer Rauch aus dem Mund Joshuas strömte und in der Dunkelheit verschwand.

------------

Joshua war zusammengebrochen, während John und Pastor Jim entsetzt auf ihren alten Freund starrten. Keiner von ihnen wusste, was gerade passiert war, irgend jemand hatte den Exorzismus zu Ende geführt, aber wer? Und warum zeigte e sich nicht?

John rannte nach draußen, um nach dem Übeltäter ausschau zu halten. Er war wütend, wer immer dies auch getan hatte, er hatte verhindert, dass John erfahren konnte, welche Pläne der Dämon mit Sammy gehabt hatte. Wer immer dies getan hatte, er hatte John die Chance genommen, Sammy richtig beschützen zu können.

Doch draußen war niemand. Zehn Minuten lang, suchte John das Gelände ab, aber nichts. Er konnte niemanden finden.
Schließlich ging John zurück ins Haus “Hast du etwas gefunden?” fragte Jim sofort. John schüttelte nur den Kopf, er wollte jetzt nicht darüber reden “Was ist mit Josh?” fragte er deshalb.

“Es sieht nicht gut aus. Wir müssen ihn so schnell wie möglich hier herausbringen.” Mehr musste John nicht hören. Beide zusammen hievten Joshua hoch und machte sich auf den Weg. John wollte diesen Wald nur noch verlassen, seinen Sohn ins Krankenhaus bringen und das alles hier hinter sich lassen.

---------------

Währenddessen am Waldrand

Er durfte es nicht verraten, es würde seine Pläne durchkreuzen und das konnte er nicht zulassen.
Er hatte Sam schon seit Tagen beobachtete, seit diese Hexe ihn hierher in den Wald gebracht hatte. Bisher hatte es noch keine Gefahr gegeben, es wäre egal gewesen, ob Sam starb, natürlich hätte er dann einen weniger, aber das hätte er verkraften können. Andererseits wäre es auch schade gewesen, Sam war eindeutig sein Favorit und wie stark er war, hatte er in den letzten Tagen wieder bewiesen. Es war ein Wunder, dass der Junge nach allem, was passiert war noch lebte.

Aber jetzt war Sams Familie da, die Hexe war tot und sein Geheimnis, seine ganzen Pläne drohten aufgedeckt zu werden. Das konnte er nicht zulassen, noch nicht.

Er schloss die Augen, der Pastor hatte den Exorzismus schon größtenteils durchgeführt, der Rest war kein Problem, auch nicht aus dieser Entfernung, nicht für ihn.
In einigen Jahren würde John Winchester es erfahren, den Sinn dieser Worte erkennen. Aber bis dahin musste er es verhindern, es war zu gefährlich, wenn John es schon jetzt erfahren würde. Nicht das er Angst vor diesem Winchester hatte, aber er wusste, dass der erfahrene Jäger seine Pläne durchaus durchkreuzen könnte.

Deshalb brachte er den Exorzismus zu Ende. Noch einmal blickte er durch seine gelben Augen zurück zu dem Haus. Ein Lächeln hatte sich auf seinem Gesicht ausgebreitet, die Gefahr war gebannt, sein Bruder war zurück in der Hölle und er persönlich würde dafür sorgen, dass dies auch so blieb. Und mit diesem triumphierenden Gefühl machte er sich auf den Weg, es gab noch viel zu tun.

Kapitel 22: Geschehnisse

Sie waren noch nicht lange unterwegs, aber Dean konnte sehen, wie die Bewegungen seines Bruders immer langsamer wurde. Bobby trug den Jüngsten Winchester mittlerweile mehr, als das Sam alleine lief und mit jedem Schritt, bei dem der Jüngere sich etwas mehr von Bobby tragen ließ, stieg auch Deans Sorge. Der Ältere hatte Angst, wenn Sam jetzt schon zu schwach war, um alleine zu laufen, wie sollte er dann einen viertägigen Fußmarsch durch den Wald schaffen?

Dean hatte den Gedanken noch nicht ganz zu Ende geführt, als Sam plötzlich in Bobbys Armen zusammenbrach “Hey, Sportsfreund.” keuchte der Jäger, während er Sam langsam auf den Boden gleiten ließ. Dean war sofort an seiner Seite, er kniete sich neben seinen Bruder und nahm dessen Gesicht in seine Hände. Er war so unwahrscheinlich heiß “Sammy, komm schon, mach deine hübschen Augen für mich auf.” und tatsächlich, nach wenigen Sekunden, öffnete der Jüngere seine Augen einen Spalt.

Dean lächelte erleichtert, Sam war wach, das war momentan das einzige, was zählte “Na, es geht doch.” lächelte er seinen kleinen Bruder an.

“Es tut mir Leid.” flüsterte Sam plötzlich und Tränen schossen ihm in die Augen.

“Was...was meinst du? Was ist los Sammy?” Dean ahnte, was Sam meinte, aber er konnte und vor allem wollte er es nicht wahrhaben. Sam musste es einfach schaffen, Dean würde es nicht verkraften können, seinen kleinen Bruder zu verlieren

“Ich kann nicht mehr.” presste Sam schließlich hervor. Dean konnte genau sehen, dass er schmerzen hatte und es machte ihn fertig, dass er nichts dagegen tun konnte. Es gab nichts schlimmeres für den Älteren, als seinen kleinen Bruder leiden zu sehen “Du musst noch ein wenig durchhalten, Sammy. Wir haben es doch fast geschafft, wir sind wieder zusammen und jetzt müssen wir nur noch hier raus.” Dean wusste, dass er verzweifelt klang, aber in diesem Moment war es ihm egal, in diesem Moment war ihm einfach alles egal, er wollte nur, das Sam durchhielt “Du schaffst das.” versuchte er deshalb noch einmal seinen Bruder aufzumuntern, aber dieser hatte bereits wieder seine Augen geschlossen “Sammy,......Sammy, mach die Augen auf.” Panik stieg in Dean auf, sein Herz schlug mit jeder Sekunde schneller, aber Sam wachte nicht wieder auf.

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Währenddessen bei John und den anderen:

John war sich sicher, das sie die anderen bald einholen würden, dass er seine Söhne bald schon wiedersehen würde. Er musste einfach zu ihnen, sicherstellen, dass es ihnen gut ging.
Aber was redete er sich da ein, es ging ihnen ganz und gar nicht gut. Beide waren verletzt und geschwächt, vor allem Sam hatte so viel durchmachen müssen und er war vorhin so blass gewesen.

John versuchte den Gedanken abzuschütteln, an etwas anderes zu denken, aber es gelang ihm nicht, viel zu groß war die Sorge um seine Jungs, viel zu groß war die Angst, einen von ihnen zu verlieren.
Und genau das trieb ihn immer weiter und schneller voran, er musste zu seinen Söhnen, ihnen beistehen.

John und Jim trugen den, noch immer bewusstlosen, Joshua in ihrer Mitte. Keiner von ihnen hatte ein Wort gesprochen, seit sie das Haus verlassen hatten und John wusste, dass es dem Pastor nicht viel anders ging, als ihm. Sam und Dean waren für Jim fast so etwas, wie seine eigenen Söhne. Die beiden Jungs hatten schon so viel Zeit ihres Lebens bei dem Pastor verbracht, er gehörte einfach zur Familie und vor allem Sam wand sich oft an den alten Freund der Familie, wenn er Probleme hatte. Jim ging diese ganze Sache also mindestens genau so nahe.

John blieb plötzlich stehen, als er ein Geräusch hörte und auch Jim stockte mitten in der Bewegung. Beide horchten in die Dunkelheit des Waldes hinein, gedämpfte Stimmen kamen aus der Richtung, in die sie unterwegs waren und die eine Stimme erkannte John sofort “Dean.” flüsterte er. Irgendetwas war passiert, sie waren stehen geblieben, denn die Stimmen entfernten sich nicht, kamen aber auch nicht näher “Los, komm.” sagte John zu seinem Freund und die beiden machten sich auf den Weg zu den anderen.

John hatte Angst vor dem, was ihn vielleicht erwarten würde, er konnte nur hoffen, das es seinen Jungs gut ging, aber im Grunde wusste er, dass dem nicht so war.
Mit jedem Schritt, den sie näher kamen, verstärkte sich sein flaues Gefühl im Magen noch und dann kamen sie in Sichtweite. Für wenige Sekunden blieb Johns Herz einfach stehen, als er sah, wie Dean am Boden kniete, direkt neben seinem Bruder, der einfach dalag.
Sam bewegte sich nicht, Johns Atmung beschleunigte sich immer mehr, sein kleiner Junge lag bewusstlos am Boden. Für einige Sekunden vergaß er alles um sich herum, er ließ Joshua los und rannte zu seinen Söhnen “Dean, was ist passiert?” seine Stimme war fest und klar, er durfte jetzt keine Schwäche zeigen, er musste stark bleiben, für Sam und vor allem für Dean.

Dean sah seinen Vater an, Tränen glitzerten in seinen Augen ‘Es muss wirklich schlimm sein’ schoss es John durch den Kopf.

“Dad,.....Sam ist zusammengebrochen....er....er wacht nicht mehr auf.” er klang so verzweifelt und auch John konnte seine Fassade nicht mehr lange halten. Sam war bewusstlos und die Chance, dass er diesen viertagesmarsch überlebte war mehr als gering.

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Re: Waldgeflüster

Beitrag  Nicky am Sa Feb 20, 2010 9:01 pm

Kapitel 23: Fragen über Fragen

John zögerte keinen Moment, den einen Arm schob er unter Sams Kopf und den anderen unter seine Kniekehlen, dann hievte er seinen Jüngsten hoch,... er war viel zu leicht “Wir müssen weiter.” sagte er nur zu den anderen, bevor er los schritt.

Dean war sofort an der Seite seines Vaters, er würde seinen Bruder nicht mehr aus den Augen lassen, niemals wieder, zu groß war die Angst, Sam könnte schon im nächsten Moment nicht mehr da sein.
Stumm schritten die Männer durch den Wald, Bobby half dem Pastor, das Gewicht Joshuas zu tragen, der noch immer bewusstlos war. Caleb schien genug damit zu tun zu haben, sich selbst auf den Beinen zu halten, immer wieder schwankte er und mehr als einmal packte Bobby seinen Freund am Oberarm, um ihn aufrechtzuhalten.
Der Pastor hatte John erzählt, dass sie nur den ganzen Weg zu dem Haus der Hexe gegangen waren, weil Caleb einfach nicht lockergelassen hatte. Trotz seiner Verletzungen und Schmerzen hatte er sich von Jim nicht abbringen lassen. Caleb gab sich die Schuld, an dem, was Sam passiert war, er war der Meinung, dass er nicht gut genug aufgepasst hatte. Und somit hatte er sich auch verpflichtet gefühlt, John und den Anderen zu helfen und Sam zu befreien.

Aber das alles blendete John für sich aus, das einzige, was er wirklich wahrnahm, waren seine Söhne. Er konnte nicht sagen, wie es Dean ging, ihm war klar, dass sein Ältester Schmerzen haben musste, dass er durch seine Verletzung geschwächt war, aber er konnte nicht sagen, wie schlimm es war. Dean ließ sich rein gar nichts anmerken, sein Gesicht war vollkommen ausdruckslos, allein in seinen Augen konnte John die Angst erkennen, die Angst um seinen kleinen Bruder.
Sam lag noch immer regungslos in Johns Armen, er war so blass und abgemagert. Der älteste Winchister wollte gar nicht darüber nachdenken, welche Verletzungen sein Jüngster alles hatte, geschweige denn, was er alles hatte durchmachen müssen.

Aber ihm blieb gar nichts anderes übrig, als darüber nachzudenken, es gab einfach nichts, was ihn hätte ablenken können. Ein Dämon war die ganze Zeit bei Sam gewesen, er hatte ein grausames Spiel mit ihm gespielt und das alles, wegen irgendwelchen Plänen.

Aber was waren das für Pläne? Wer immer den Dämon exorziert hatte, er wollte anscheinend nicht, das John es erfuhr. Erneut stieg Wut in ihm auf, er hatte den Dämon fast so weit gehabt, nicht mehr lange und er hätte alles verraten.

Aber jetzt hatte John gar nichts, er wusste nicht, wer diese Pläne mit seinem Jüngsten hatte und vor allem, was dies für Pläne waren. Er wusste nur, dass es ihm nicht gefallen würde, denn wenn ein Dämon mit im Spiel war, dann konnte es nicht gut sein, aber gerade deshalb war es wichtig, dass er es herausfand, er musste Sammy beschützen.

Dean und Sam sollten allerdings nichts davon erfahren, ihr Leben war schon schwer genug, Dean machte sich schon genug Sorgen um seinen kleinen Bruder. Die beiden sollten einfach nicht mit dem wissen leben, dass irgend jemand, vielleicht sogar ein Dämon, Pläne mit dem jüngsten Familienmitglied hatte. Das konnte und vor allem wollte er seinen Jungs nicht antun, sie hatten in ihren jungen Jahren schon genug durchmachen müssen.

Die Stimme Bobbys riss John schließlich aus seinen Gedanken “Hey John, gib mir Sam, du brauchst mal eine Pause.”

John sah seinen alten Freund an, Sorge spiegelte sich in seinem Gesicht “Nein, es geht schon.” antwortete er schließlich, er wollte Sammy nie wieder hergeben.

Aber Bobby ließ nicht locker “Komm schon John, du hast ihn doch die ganze Zeit im Blick.” versuchte er es weiter “Außerdem gibt es jemanden, der dich gerade dringend braucht.” bei diesem Satz sah Bobby zu Dean herüber. Dieser schien Probleme dabei zu haben, mit seinem Vater schrittzuhalten, es sah so aus, als würde er sich ganz darauf konzentrieren weiterzulaufen und nicht hinzufallen, denn obwohl Bobby in normaler Lautstärke gesprochen hatte, sah Dean nicht einmal auf, er starrte einfach weiter auf den Boden.

Und diese Tatsache stimmte John um, er konnte einfach nicht mit ansehen, wie sein erstgeborener sich immer weiter kaputtmachte, er konnte nicht mit ansehen, wie er ihn immer mehr verlor.

Also nickte er Bobby kurz bestätigend zu und übergab seinen Jüngsten dann an seinen alten Freund, bevor er Dean an den Schultern fasste und mit ihm stehen blieb “Dad, was soll das? Wir müssen bei Sammy bleiben.” protestierte er lauthals.

“Mach dir keine Sorgen um Sam, Bobby passt gut auf ihn auf.” Dean wollte noch einmal widersprechen, wurde aber von seinem Vater unterbrochen “Du musst damit aufhören.” sagte er nur.

Dean sah seinen Vater verwirrt an “Wovon redest du?”

“Davon, das du dich langsam aber sicher umbrinngst. Dean, du kannst Sammy nicht helfen, indem du dich immer weiter quälst.” John klang aufgebrachter, als vielleicht nötig gewesen wäre, aber trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, erzielte es seine gehoffte Wirkung.

Dean sah seinen Vater noch einmal mit ausdrucksloser Miene an, bevor er auf dem Boden zusammensackte. John stützte ihn und setzte sich neben seinen Sohn, einige Sekunden saßen sie einfach schweigend da. John wusste nicht mehr, was er noch sagen, wie er seinem Ältesten noch helfen konnte. Er fand einfach keine Worte, um ihm die Situation erleichtern zu können.

“Dad, Sammy darf nicht sterben.” durchbrach Dean schließlich die Stille. John sah seine Sohn an, eine Träne rann über seine Wange. Er wollte etwas sagen, seine Sohn aufmuntern, aber er konnte nicht. Was hätte er auch sagen sollen? Das Sammy überleben würde, dass sie schon bald wieder eine Familie sein würden? Aber dann hätte er gelogen, er wusste nicht, ob Sam überleben würde, bei all seinen Verletzungen, in seinem Zustand. Nein, er konnte Dean nicht anlügen und so saßen die beiden einfach schweigend da, bevor sie nach wenigen Minuten wieder aufstanden und zu den anderen zurückliefen.

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Kapitel 24: Atmen

Die nächsten vier Stunden waren die Jäger schweigend weitergegangen, jetzt hatten sie, nach einigen Protesten von Dean, ein Lager auf einer kleinen Lichtung aufgebaut. John wusste, dass es gefährlich für seinen Jüngsten war, eine Pause zu machen, er brauchte dringend einen Arzt, aber es war genauso gefährlich weiterzugehen. Sie waren alle geschwächt, sie brauchten dringend eine Pause, denn es würde Sam erst recht nichts bringen, wenn sie auch noch zusammenbrechen würden.

Als John das Zelt seiner Söhne betrat, saß Dean gerade an der Seite seines kleinen Bruders und befeuchtete dessen Stirn mit einem kalten Waschlappen “Wie geht es ihm?” fragte er seinen Ältesten.

“Nicht gut....er ist noch immer nicht aufgewacht, aber er atmet noch.” Dean klang müde, er sprach sehr leise und wandte seinen Blick, während er sprach, nicht von seinem Bruder ab.

John nickte nur, dann sah er auf seinen Jüngsten herab. Sam war, soweit das möglich war, noch blasser geworden, seine Haut war schweißnass, rote Flecken waren auf seine Wangen sichtbar und die zahlreichen Schnittwunden hoben sich deutlich von seiner bleichen Haut ab. John hatte schon viele, schreckliche Dinge gesehen, aber nichts davon hatte ihm so viel Angst gemacht, wie dieser Anblick “Pastor Jim hat etwas gekocht, ich will, dass du etwas isst.” das war mehr ein Befehl, als eine Bitte und John konnte sehen, dass Dean innerlich mit sich kämpfen musste. Die Vernunft siegte am Ende, Dean stand auf und verließ, mit einem letzten Blick auf seinen Bruder, das Zelt.

Nachdem sein Ältester das Zelt verlassen hatte, setzte John sich neben seinen Jüngsten. Er nahm den Waschlappen, befeuchtete ihn erneut und wischte das Gesicht seines Sohnes ab “Du musst durchhalten Sammy.” begann er plötzlich. Er wusste nicht, ob Sam ihn hören konnte, aber es half ihm, einfach mit ihm zu sprechen. Trotzdem machte es ihn traurig, früher hatte Sam so etwas wie einen Superhelden in ihm gesehen und es war ein leichtes für John mit ihm zu sprechen, aber je älter Sam dann wurde, desto schwieriger wurde es dann auch mit ihm umzugehen.
Mit Dean war es immer einfach gewesen, er liebte Frauen, Autos und die Jagt, Dinge von denen auch John etwas verstand und mit denen er klarkam. Sam hingegen mochte Dinge wie Bücher, er ging gern zur Schule und verkroch sich gerne in seinem Zimmer um zu lesen und er hasste das Jagen. John wusste einfach nicht, wie er damit umgehen sollte, die Jagt war wichtig, aber das schien Sam einfach nicht begreifen zu wollen.

John wurde aus seinen Gedanken gerissen, als er plötzlich eine Bewegung spürte und als er seinen Blick wieder nach unten senkte, sah er, dass Sam die Augen geöffnet hatte und ihn anlächelte. Es war das schönste, was er je gesehen hatte “Hey Tiger, wie geht es dir?”

“Wo sind wir? Wo ist Dean, geht es ihm gut?” Sam sprach leise, seine Stimme war rau, aber John konnte die Besorgnis um seinen Bruder genau heraushören.

“Es geht ihm gut. Er ist draußen und isst etwas.” antwortete er lächelnd, dann nahm er die kleine Wasserflasche, die neben ihm auf dem Boden stand, öffnete sie und half seinem Sohn sich aufzusetzen “Komm, du musst etwas trinken.”

John achtete darauf, dass Sam langsam trank und nur kleine Schlucke nahm, dann legte er ihn sanft wieder hin. Sam hustete kurz, bevor er seinen Vater wieder ansah “Was ist mit Josh?....der Dämon...ist er...” Sam wurde immer wider von einem Husten unterbrochen.

“Wir haben ihn exorziert. Joshua ist bewusstlos, es geht ihm nicht besonders gut, er ist schwer verletzt.” antwortete John ehrlich “Aber darüber solltest du dir jetzt keine Sorgen machen.” fügte er schließlich noch hinzu.

“Dad, ich bin müde.”

John sah seinen Sohn besorgt an “Ich weiß,...du solltest dich ein wenig ausruhen.”

Sam nickte nur und schon im nächsten Moment bekam er einen weiteren Hustenanfall, doch dieses Mal war es anders als sonst. Sams Augen strahlten Angst aus, John packte ihn am Kragen und zog ihn erneut in eine Sitzende Position, was seinem Jüngsten ein schmerzvolles Keuchen entweichen ließ, seine Augen waren weit offen, während er versuchte nach Luftzuschnappen.

Aber es gelang ihm nicht, er schaffte es nicht, seine Lungen mit Luft zu füllen, immer wieder ließ der Husten seinen Körper erzittern “Komm schon Sammy, du musst atmen, ganz ruhig.”
Sam wollte auf seinen Vater hören, seinen Befehl befolgen, aber es gelang ihm nicht, er konnte den Husten nicht kontrollieren.

Sam merkte, wie seine Sinne immer weiter schwanden, Panik überkam ihn, er wollte atmen, wollte mit seinem Vater und seinem Bruder den Wald und die Stadt verlassen.
Es kam ihm wie eine Ewigkeit vor, dass er gegen die Bewusstlosigkeit kämpfte, doch er wusste, dass er diesen Kampf nicht gewinnen konnte und schließlich gab er sich der Dunkelheit hin.


Als John bemerkte, dass Sams Körper schlaff wurde, überkam die Panik auch ihn. Sam durfte nicht sterben, Dean brauchte ihn, er brauchte ihn. Er legte seinen Jüngsten zurück auf den harten Boden und sein Herz schien stehen bleiben zu wollen, als er sah, dass Sams Brust sich nicht mehr hob und senkte.....Sam atmete nicht mehr.

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Re: Waldgeflüster

Beitrag  Nicky am Sa Feb 20, 2010 9:03 pm

Kapitel 25: Versprechen und Bitten

Sam atmete nicht mehr. Gerade noch hatte er erst die Augen aufgemacht und John damit zum glücklichsten Menschen der Welt gemacht und jetzt lag er da, reglos, seine Brust bewegte sich nicht mehr und sein Körper war schlaff.

John wusste nicht, was er tun sollte, die Gedanken schwirrten in seinem Kopf und ließen sich nicht ordnen. Erst als er die panische Stimme seines Ältesten hinter sich hörte, löste sich seine Starre wieder und er wusste plötzlich wieder, was zu tun war.

Dean redete auf seinen Vater ein, oder vielleicht auch auf Sam, John konnte dies nicht mit Gewissheit sagen. Der älteste Winchester hatte sich neben seinen Jüngsten hingekniet, er legte ihm den Kopf in den Nacken und öffnete seinen Mund ein wenig. Dann begann er mit der Mund-zu-Mund Beatmung, gefolgt von einer Herzmassage.

Minutenlang passierte nichts, das Zelt hatte sich mittlerweile gefüllt und Pastor Jim hatte die Herzmassage übernommen, aber Sam reagierte nicht. Noch immer lag er leblos da.

Doch dann kam die Erlösung. John pustete seinem Sohn noch einmal seinen Atem in die Lungen, als Sam plötzlich hustete und nach Luft schnappte. John zog Sam in eine sitzende Position und hielt ihn fest, zum einen, um ihm das Atmen zu erleichtern und zum anderen, um ihn einfach nah bei sich zu haben und zu spüren, wie seine Brust sich wieder hob und senkte. Er hatte in seinem ganzen Leben noch niemals so eine Erleichterung gespürt.

Dean war an ihre Seite getreten, anscheinend hatte Bobby ihn festgehalten. Tränen glitzerten auf den Wangen des sechzehnjährigen und die Angst war ihm noch immer ins Gesicht geschrieben.

Nachdem der Hustenanfall schon seit einigen Minuten verklungen war, ließ John endlich von ihm ab und legte ihn zurück auf den Boden. Dean ergriff sofort die Hand seines kleinen Bruders “Hey Prinzessin. Du hast uns einen ganzschönen Schrecken eingejagt.” seine Stimme zitterte noch immer etwas und Sam schien dies ebenfalls zu bemerken.

“..tut mir Leid.” flüsterte er heiser “Ich wollte....euch keine Angst machen.”

“Ist schon okay, kleiner Bruder. Die Hauptsache ist, dass du das nicht noch einmal machst:” Dean versuchte seine Stimme fest und stark klingen zu können, aber er konnte den flehenden Unterton nicht ganz unterdrücken.

Sams Lippen breiteten sich zu einem Lächeln aus, es sah müde aus, erschöpft, aber es war trotzdem das schönste, was Dean je gesehen hatte “Versprochen.” sagte er leise, bevor sich seine Augen schlossen. Er war eingeschlafen, aber Dean wusste, dass er kämpfen würde, Sam hatte es ihm versprochen und er hatte seine Versprechen noch nie gebrochen.

------

Circa vier Stunden später liefen die Jäger wieder durch den Wald. Sam schlief noch immer und wurde von John getragen, Dean war an seiner Seite. Wieder sprach keiner von ihnen ein Wort, alle hingen ihren eigenen Gedanken hinterher.

Dean klammerte sich an Sams Versprechen fest. Er hatte versprochen zu kämpfen, aber mittlerweile hatte der Ältere Angst, dass dies nicht reichen würde. Sam war schwer krank und verletzt, dass war ein Kampf, den er auf Dauer einfach nicht gewinnen konnte und Dean befürchtete, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis er sich geschlagen geben musste.

Auch John war sich bewusst, wie schlimm es um seinen Jüngsten stand und es machte ihm mehr Angst als alles andere. Natürlich Machte er sich auch Sorgen um seine Freunde, vor Allem Caleb und Joshua hatten einiges abbekommen, aber er konnte seine Gedanken einfach nicht von seinen Söhnen lösen.

Dean schien es immer schlechter zu gehen, die Wunde blutete nicht mehr, aber trotzdem durfte er es nicht auf die leichte Schulter nehmen. Er müsste sich ausruhen, John war klar, dass dies momentan nicht möglich war und selbst wenn, dann würde Dean es allein wegen Sam nicht machen, aber trotzdem, je länger Dean, ohne jegliche Behandlung und Medikamente weiter herumlief, desto schlimmer würde es werden.

Sie mussten so schnell wie möglich aus diesem Wald heraus, aber es würde noch mindestens vier Tage dauern und mit den ganzen verletzten wahrscheinlich sogar noch länger.

John hatte diesen Gedanken noch nicht ganz zu Ende gedacht, als er plötzlich ein Geräusch hörte. Anscheinend war er nicht der einzige, der es gehört hatte, denn alle blieben abrupt stehen.
John horchte in die Dunkelheit des Waldes hinein, das Unterholz knackte, jemand kam auf sie zu und er war nicht allein.

Der Älteste Winchester übergab seinen Sohn an Bobby “Versteckt euch.” war das einzige was er zu seinem alten Freund sagte. Bobby machte sich sofort auf, weiter in den Wald hinein, Dean folgte ihm, er wollte seinen kleinen Bruder nicht mehr aus den Augen lassen, aber er war nicht untätig und half Caleb dabei, Joshua in den Wald zu tragen, sodass nur noch John und der Pastor auf dem schmalen Pfad übrigblieben.

Die beiden hatten jeden Muskel gespannt, bereit sofort anzugreifen, falls dies nötig war. Die Schritte kamen immer näher “Beschütze unsere Jungs, Mary, rette sie.” flüsterte John noch kaum hörbar, bevor er von einer unsichtbaren Kraft gepackt und gegen einen Baum geschleudert wurde.

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Kapitel 26: Hilfe naht

John schrak auf, sein Atem ging stoßweise und Schweiß perlte ihm von der Stirn “Es war nur ein Traum. Nur ein Traum.” versuchte er sich immer wieder zu beruhigen.
Aber das war leichter gesagt, als getan. Natürlich wusste John, dass es nur ein Traum gewesen war, aber trotzdem war die Gefahr noch immer zu groß und zu greifbar, als das er sich hätte beruhigen können. Die Wahrscheinlichkeit, dass sein Traum wahrwerden würde, war einfach zu groß, erst wenn seine Söhne in Sicherheit waren, raus aus dem Wald, bei einem Arzt, würde er wieder richtig durchatmen können.

Als sein Atem wieder gleichmäßig genug war, um ihn nicht zu verraten, kletterte John aus dem Zelt. Er wusste nicht mehr, wie die anderen es geschafft hatten, in dazu zu überreden sich überhaupt hinzulegen. John hatte nicht schlafen wollen, auch wenn er tot müde war, hatte ihn allein der Gedanke an Schlaf an den Rand einer Panikattacke gebracht. Was wäre denn gewesen, wenn Dean oder Sam in dieser Zeit etwas passiert wäre, das hätte er sich niemals verziehen.

Aber John hatte keine Zeit weiter darüber nachzudenken. Als er die kleine Lichtung betrat, auf der sie ihr Lager aufgeschlagen hatte war es ruhig. Zu ruhig.
Die drei Zelte standen noch immer an ihren Plätzen, nur wenige Meter voneinander entfernt in einem kleinen Halbkreis aufgestellt. In der Mitte dieses Halbkreises brannte ein kleines Lagerfeuer, der Topf, den Pastor Jim genutzt hatte, um ihnen allen etwas zu Essen zuzubereiten, hing noch immer über den Flammen, die bald auszugehen schienen. Circa fünfzehn Meter hinter den Zelten ragten schon die ersten Bäume in die Höhe und je weiter man hineinsah, desto dichter wurde das Gestrüpp. Die Tatsache, dass man nicht sehr weit in den Wald hineinsehen konnte war auf eine Art sehr hilfreich und auf andere Art sehr gefährlich. Es schützte sie vor Tieren, sie würden es sofort hören, wenn sich ihnen irgendein wildes Tier, oder ein Jäger nähern würde. Wobei es sehr unwahrscheinlich war, dass sich irgendein Jäger in diesen abgelegenen und gefährlichen Teil des Waldes verirrte.
Aber der dichte Wald würde sie auch bei einer Flucht behindern. John war sich sicher, dass sie nicht allein im Wald waren. Es gab Dinge auf dieser Welt, die sich geräuschlos an sie heranpirschen konnten und in diesem Fall würde es ihnen so gut wie unmöglich sein wegzulaufen.

Aber das war in diesem Moment nicht der Punkt, der ihn am meisten beunruhigte. Das, was ihn am meisten erschreckte, war, dass er allein auf der Lichtung war. Wiet und breit war niemand zu sehen “Bobby?....Jim, Caleb.” irgend jemand musste doch hier sein.
Aber nichts, keine Reaktion, keine Bewegungen. Vielleicht war er ja doch nicht aufgewacht, vielleicht war der Angriff im Wald wirklich passiert und er war bewusstlos und steckte jetzt gerade in einem Traum.

Dann hörte er doch etwas. Aus dem mittleren Zelt konnte er gedämpfte Stimmen hören und er brauchte nicht langen, um die Stimme als die seines Ältesten Sohnes zu erkennen “Dean?” fragte er unsicher, während er auf das Zelt zuging “Ich bin hier drin, Dad.” kam nach einigen Sekunden die Antwort, es hörte sich verschlafen an.

John öffnete das Zelt, und sah in die Gesichter seiner beiden Söhne und tatsächlich sah Dean aus, als wäre er gerade erst aufgestanden. Sam hingegen schlief noch immer, John lief ein kalter Schauer über den Rücken, als er wieder sah, wie blass sein Jüngster war “Entschuldige Dad, ich bin wohl eingeschlafen.” sagte Dean leise.

“Das ist auch gut so.” antwortete John lächelnd, bevor er wieder zu Sam sah “Wie geht es ihm?”

“Er ist noch nicht wieder aufgewacht.”

“Wo sind die anderen?”

“Sie wollten nachsehen, ob die Luft rein ist, damit wir bald weiter können.”

“Alle?” das war ziemlich untypisch und waghalsig. Mindestens einer von ihnen hätte auf der Lichtung bleiben, oder zumindestens John wecken müssen.

“Nein, Caleb schläft und Joshua ist immer noch bewusstlos. Bobby und Pastor Jim sind noch nicht lange weg und sie wollten auch nicht weit gehen. Nur die nähere Umgebung erkunden.” damit unterbrach Dean Johns Gedanken.

Und wie auf ein Stichwort, hörte John Schritte, die auf sie zukamen und “John?” rief der Pastor plötzlich. Er schien bereits sehr nah an dem Zelt zu sein. John stieg heraus und sah sich seinem alten Freund gegenüber “Was ist?” fragte er überrascht. Jim schien aufgeregt, seine Augen waren geweitet und er lächelte breit “Wir haben Leute gefunden. Bobby führt sie hierher, sie können uns helfen.”

Es dauerte einige Sekunden, bis diese Information Johns Gehirn erreichte. Hilfe, es war tatsächlich Hilfe unterwegs.
Aber war es wirklich Hilfe? Genauso gut könnte es auch wieder ein Dämon sein, oder ein anderes Wesen. In den letzten Tagen war zu viel passiert als das er jetzt unvorsichtig werden konnte. Doch als ob Jim seine Gedanken lesen konnte, sagte er plötzlich “Sie haben ein wenig misstrauisch geguckt, als Bobby sie mit Weihwasser bespritzt hat, aber sie werden uns helfen. Sie haben nicht weit von hier einen Geländewagen und von dort aus ist es nur noch eine Stunde bis zum Krankenhaus.”

John atmete ein paar mal tief durch. Es war tatsächlich Hilfe unterwegs, natürlich war die Gefahr noch nicht vorbei, aber sie waren ihrem Ziel einen großen Schritt näher gekommen.

-----------

Eine Stunde später:

Seit etwa einer halben Stunde saßen sie jetzt in dem Geländewagen. Es hatte sich herausgestellt, dass ihre Helfer ein Suchtrupp war, den der Sheriff der Stadt aufgestellt hatte, um nach den noch immer vermissten Personen zu suchen.

John saß auf dem Vordersitz und sah durch den Rückspiegel, die ganze Zeit über nach hinten, wo Sam mit dem Kopf auf Deans Schoß lag. Aber auch wenn er die beiden nicht aus den Augen ließ, sah er sie eigentlich gar nicht richtig. John war einfach nur erleichtert, dass sie jetzt in diesem Wagen saßen, auf dem Weg ins Krankenhaus und vor allem, dass sie sicher waren.

John wurde aus seinen Gedanken gerissen, als er plötzlich einen Schrei hörte. Erschrocken drehte er sich um, damit er seine Söhne besser sehen konnte “Was ist los?” fragte er unsicher, als er den erschrockenen Blick seines ältesten sah, der anscheinend gerade aufgewacht war.

“Ich bin eingeschlafen, es ist meine Schuld.” murmelte Dean immer wieder zu sich selbst, während er seinen kleinen Bruder weiter in seine Arme zog.

Es dauerte noch einige Sekunden, bis John realisierte, was los war und als er es sah, schien ihm das Herz stehen zu bleiben.
Sam atmete nicht mehr, seine Brust hob und senkte sich nicht, damit wäre er klargekommen, damit war er schon klargekommen. Das schlimmste waren Sams Lippen. Sie waren blau. Wie hatte er das übersehen können?
Panik überkam ihn, als der Sheriff das Blaulicht anstellte und das Gaspedal durchdrückte.

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Re: Waldgeflüster

Beitrag  Nicky am Sa Feb 20, 2010 9:05 pm

Kapitel 27: BITTE!

“Nein, nein, nein, nein.” murmelte John immer wieder vor sich hin, während er auf den Rücksitz zu seinen Söhnen kletterte. Er riss Sam förmlich aus den Armen seines Ältesten, der seinen kleinen Bruder nicht mehr loslassen wollte.

Dean war noch immer in einem Schockzustand “Ich bin eingeschlafen, es ist meine Schuld.” murmelte er die ganze Zeit vor sich hin, während er jetzt seinen Oberkörper immer nach vorne und hinten wiegte.

Aber darauf achtete John nicht, er konnte nur noch an Sam denken, er musste ihm helfen, er konnte ihn nicht verlieren. Innerhalb von Sekunden begann er mit der Widerbelebung seines Jüngsten. Er hatte es schon einmal geschafft und darauf konzentrierte er sich. Er konnte es noch einmal schaffen, er musste es noch einmal schaffen.

Er wusste nicht, wie lange er Sams Herz schon massierte und für ihn atmete und er bemerkte auch erst, dass der Wagen angehalten hatten, als die Tür aufgerissen und Sam von Sanitätern aus seinen Armen gezogen wurde. John sprang sofort heraus und folgte den Männern, die seinen Jüngsten nun in einen Behandlungsraum der Notaufnahme brachten. Als er sich kurz umsah, bemerkte er auch, dass Dean neben ihm herlief.
Der Gesichtsausdruck seines Ältesten war starr, trotzdem rannten immer wieder Tränen über seine Wangen.

Dann kamen sie in dem Behandlungsraum an, John war überrascht, wie chaotisch es in dem Raum war. Insgesamt vier Krankenschwestern waren anwesend und liefen unentwegt quer durch den Raum, um irgendwelche Anweisungen des Doktors auszuführen. Außer dem einen Arzt war noch ein weiterer Mann in einem weißen Kittel anwesend, aber er schien zu jung für einen ausgebildeten Arzt, John schätzte ihn höchstens auf 23 Jahre. Wahrscheinlich war er ein Praktikant oder so etwas, dachte John.

Aber lange achtete er nicht auf die Umgebung, denn das Geschehen lenkte ihn zu sehr ab. Die Ärzte und Krankenschwestern schienen ihn und Dean gar nicht zu bemerken, sie waren vollkommen damit beschäftigt Sam wiederzubeleben.

Immer wieder wurde der Defibrillator neu geladen, Sams Körper bebte immer wieder auf, wenn sich der elektrische Schlag in ihm entlud, aber immer wieder konnte John nur dieses eintönige, nervenzereißene Piepen hören.

Es kam ihm vor, als hätte er Stunden dagestanden und dabei zugesehen, wie die Ärzte versuchten das Leben seines Sohnes zu retten. Immer wieder betete er zu Mary, sie solle Sam helfen, sie solle ihm helfen. Aber es war vergebens.

“Zeitpunkt des Todes, 06:24 Uhr.” die Worte des Arztes drangen nur langsam und verzerrt zu John hindurch und trotzdem trafen sie ihn mit voller Wucht.

Sam war tot. Wie konnte das sein? Wie hatte er das geschehenlassen können?

John hatte keine Zeit sich darüber Gedanken zu machen. Dean, der die ganze Zeit neben ihm gestanden und das Szenario ebenfalls beobachtet hatte, stürmte plötzlich auf seinen kleinen Bruder zu und warf sich auf dessen leblosen Körper “Nein, Sammy. Wach auf. Bitte, wach auf. BITTE.” er war verzweifelt und weinte. Er konnte nicht glauben, dass sein kleiner Bruder tot war, er wollte es nicht glauben.

Wie sollte er ohne Sam weiterleben. Das konnte er einfach nicht, es war unmöglich.
Es musste sich um einen Irrtum handeln. Wieso taten die Ärzte nichts mehr? Wieso hatten sie die Maschinen ausgeschaltet? Wieso gaben sie ihm keine Medikamente mehr?

Dean spürte eine Hand auf seiner Schulter und wusste sofort, dass es sein Vater war, der ihn da berührte. Aber es war ihm egal. Er wollte nichts mehr hören, er wollte nichts mehr sehen.
Das einzige, was er wollte, war Sam. Seinen Sam.

-------------------

Kapitel 28: Schicksal

Seit einer halben Stunde saß er nun im Warteraum der Notaufnahme. Dean war neben ihm in seinem Stuhl zusammengesunken, auf der anderen Seite hatten Bobby und Pastor Jim sich niedergelassen. Caleb und Joshua wurden in irgendeinem Raum behandelt.
Die Ärzte hatten sich auch Deans Verletzungen ansehen wollen, aber dieser hatte sich lautstark gewehrt, bis er einem Krankenpfleger die Nase gebrochen hatte und sie anschließend aufgegeben haben.

Keiner von ihnen sagte ein Wort, aber selbst wenn, John hätte es wahrscheinlich gar nicht gehört.
Er ließ seinen Blick durch das überfüllte Wartezimmer schweifen. Immer wieder wurden Leute aufgerufen, aber für jeden, der den Raum verließ schienen zwei neue dazuzukommen. Ein wildes Stimmengewirr umgab die Jäger, aber John konnte nichts verstehen. Es kam ihm so vor, als würde er am Ende eines langen Tunnels stehen und die Menschenmenge am anderen Ende. Alles drang nur langsam zu ihm hindurch, wie ein leises Echo.

Und so ging es nun schon seit fast einer Stunde, denn da hatte er die Worte gehört, die sein ganzes Leben verändert, vielleicht sogar beendet hatten “Zeitpunkt des Todes 06:24 Uhr” zuerst hatte er die Worte gar nicht verstanden, er hatte einige Sekunden gebraucht, um den Sinn zu realisieren.

Und genau in dieser Sekunde war seine ganze Welt zusammengebrochen. Sam war tot, mitten aus dem Leben gerissen und genauso fühlte auch John sich. Der Arzt, der versucht hatte Sam wiederzubeleben, hatte noch mit ihm gesprochen, aber er hatte kein Wort verstanden. Er hatte gesehen, dass sich seine Lippen bewegt hatten, aber er konnte nichts hören.

Und das hatte sich bisher nicht geändert. Er konnte nichts hören, nichts sehen, nichts fühlen. John war wie betäubt, sein Denken lahmgelegt. Mit Sam war auch ein Teil von ihm gestorben, ein großer Teil, den nichts und niemand ersetzen konnte, ein Teil ohne den er nicht leben konnte.

Genauso war es, er konnte nicht ohne Sam leben. Wie auch? Einfach weitermachen, als wäre nichts gewesen. Das konnte er nicht. Seine Söhne waren sein Leben und Sam war Deans Leben. Doch nun war Sam weg, für immer, er würde nicht zurückkehren und John wusste, dass er nicht nur einen, sondern beide Söhne in dieser einen Sekunde verloren hatte.

Er hatte es an Deans Reaktion gesehen, an seinem Gesichtsausdruck, an seiner Haltung. Dean hatte aufgegeben und das bedeutete das Ende der Familie Winchester.

Vielleicht gab es einen Weg darüber hinwegzukommen , er hatte es ja schon einmal geschafft. Natürlich war das etwas anderes gewesen. Mary war die Liebe seines Lebens und er hatte sie jede Sekunde seines Lebens vermisst, aber trotzdem war es etwas anderes.
Damals hatte er seine beiden Jungs gehabt, die ihm Kraft gaben, ihn am Leben hielten. Besonders Sam hatte es damals immer geschafft ihn etwas aufzumuntern, vielleicht lag es daran, dass er den Tod seiner Mutter nicht verstanden hat, er war noch zu jung.

Aber diesmal war niemand da, der ihn aus diesem tiefen Loch hätte ziehen können.

Er wusste, er hätte stark sein müssen, für Dean. Er hätte seinem Ältesten Hoffnung geben müssen, Hoffnung, dass es Sam jetzt besser ging, da wo er war, Hoffnung, dass sie es zusammen schaffen konnten und Sam bald wiedersehen würden.

Aber wie hätte er Dean etwas erzählen können, woran er selber nicht glaubte. Ja, vielleicht ging es Sam jetzt besser, vielleicht war er an einem besseren Ort, zusammen mit seiner Mutter. Aber selbst wenn sie dies mit Gewissheit wüssten, war John klar, dass sie es nicht schaffen würden. Ohne Sam hatte das Leben für keinen von ihnen einen Sinn.

Diese Gewissheit traf John wie ein Donnerschlag. Eine einzelne Träne rann ihm über die Wange, als ihm diese Erkenntnis das Herz zu erdrücken schien. Sam war tot, er würde niemals wiederkommen. Und so, wie er sich fühlte, bedeutete das vielleicht auch, dass die ganze Familie Winchester mit ihm gestorben war.

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Re: Waldgeflüster

Beitrag  Nicky am Sa Feb 20, 2010 9:07 pm

Kapitel 29: Der Tot

Es war jetzt fast eine Stunde her und noch immer hatte Dean das Gefühl, als würde Sam gleich um die Ecke gestolpert kommen, mit seinem breiten Grinsen auf dem Gesicht und diesem Hundeblick, dem einfach niemand wiederstehen konnte.

Alle liebten Sam, dass war schon so, als er noch ein Baby war. Mit seinem Hundeblick hatte er immer alle in seinen Bann gezogen und auch seine Tollpatschigkeit war eher liebenswert als witzig. Na gut, eigentlich war es doch eher zum totlachen. Sam war eigentlich immer klein gewesen, aber im letzten Jahr war er schneller gewachsen, als ihr Vater Klamotten nachkaufen konnte. Mittlerweile war er fast so groß, wie Dean.

Dean schüttelte energisch den Kopf. Er musste aufhören so zu denken, als würde Sam noch leben. Denn das tat er nicht, Dean war selbst dabei gewesen, als alles Leben, dass noch in seinem kleinen Bruder gesteckt hatte, gänzlich aus seinem Körper gewichen war.

Und obwohl er alles mit angesehen hatte, obwohl er daneben stand, als die Ärzte aufgegeben hatten, obwohl er sich auf den Körper seines Bruders geworfen hatte und gespürt hatte, dass Sams Herz aufgehört hatte zu schlagen, kam ihm die Erinnerung so verschwommen vor, als würde er durch einen Schleier gucken.

Aber es ging ihm nicht nur bei dieser Erinnerung so, nein, sein ganzes Leben schien von diesem Schleier umgeben zu sein. Egal an was er sich erinnern wollte, er konnte die Gedanken nicht richtig erfassen. Immer wenn er sich an eine Erinnerung klammern, sich auf sie konzentrieren wollte, entglitt sie ihm wieder.

Das machte ihm Angst, große angst. Es schien, als würde mit Sams Tod auch Deans ganze Erinnerungen an seinen kleinen Bruder langsam zugrunde gehen.
Oder vielleicht waren es nicht die Erinnerungen, die langsam starben, sondern er selbst. Denn wenn er sich auf nichts in der Welt mehr verlassen konnte, eines wusste er doch ganz genau, ohne Sam konnte er nicht leben.

Sam war sein Leben und somit war es vor knapp einer Stunde erloschen. Wieso also saß er hier in diesem Warteraum einer Notaufnahme, neben seinem Vater, wartend auf eine Neuigkeit von zwei anderen Jägern.

Er hatte hier nichts mehr verloren. Dieses Krankenhaus, diese Stadt, dieser Staat, dieses Land, diese Welt. Er gehörte hier nicht mehr her.

Ja, deshalb war ihm hier alles so fremd. Diese Umgebung, die vielen Menschen und ihr Gemurmel, selbst sein Vater, Bobby und Pastor Jim kamen ihm fremd vor. Nichts passte zusammen, aber nicht, weil es nicht hierher gehörte. Nein, er gehörte nicht hierher. Nicht mehr.

Ein Lächeln breitetet sich auf Deans Gesicht aus. Die Lösung war so einfach. Warum hatte er nur so lange gebraucht um das zu erkennen? Er war tot, mit seinem kleinen Bruder auf diesem Behandlungstisch gestorben. Deshalb konnte er auch nicht weinen, deshalb fühlte er auch keinen Schmerz, nur diese Leere.

Natürlich, sein Körper lebte noch, er konnte noch immer alles sehen, höre, er konnte sich bewegen. Aber er war nur noch eine leere Hülle, ein Körper der unbewohnt war. Seine Seele war gestorben und sein Körper würde ihr bald folgen.

Aber vorher musste er noch etwas erledigen. Sams Arzt, der Mann, der ihn einfach hatte sterben lassen, hatte noch gesagt, dass sie Sam von den Schläuchen befreien würden, ihn waschen würden und dann könnten sie ihn noch einmal sehen. Sie sollten Sam so in Erinnerung behalten. Dean lachte kurz auf. Als ob das noch einen Unterschied machen würde.

Für ihn auf jeden Fall nicht, denn er war ja ebenfalls nicht mehr am leben. Aber für seinen Vater würde es eine sehr große Rolle spielen. Er sollte Sam nicht so in Erinnerung behalten, er sollte noch einmal sein vollkommenes Engelsgesicht sehen, wenn er sich von ihm verabschiedete. Und dabei musste Dean ihm beistehen, erst dann konnte auch sein Körper folgen.

Sein Lächeln wurde breiter, er sah zufrieden aus und das war er auch. Schon bald würde er wieder bei seinem kleinen Bruder sein. Schon bald würde er wieder komplett sein.

------------------

Kapitel 30: Wie betäubt

Wie lange saß er hier nun schon? John wusste es nicht. Aber als Sams behandelnder Arzt den Warteraum betrat wusste er, dass es nicht lange genug war. Er war noch nicht bereit, Sam zu sehen, seinen leblosen Körper, sein unschuldiges Gesicht, dessen wunderschönes Strahlen er nie wieder sehen würde. Er war noch nicht bereit sich von seinem Jüngsten zu verabschieden.

Aber er hatte keine andere Wahl. Er musste es jetzt tun, sonst würde er keine Möglichkeit mehr bekommen.

Gott, es gab noch so viel, was er Sam hätte sagen wollen. Wie leit es ihm tat, dass sie sich so oft gestritten hatten, dass er niemals enttäuscht von ihm war, im Gegenteil er war so stolz auf ihn. Aber vor allem das wichtigste, das er ihn liebte. Niemals mehr konnte er ihm sagen, wie sehr er ihn liebte. Sam würde es nicht hören.

Der Arzt gab John mit einer Geste zu verstehen, dass er ihm folgen sollte. Langsam erhob er sich von seinem Sitz und schritt durch den Raum. Seine Bewegungen waren wie mechanisch, als hätte er keine Kontrolle über seine Gliedmaßen. Und so kam es ihm auch vor. Jeder Schritt war automatisch, es geschah einfach aus Gewohnheit.

Irgendwann bemerkte John, das Dean neben ihm war. Er sah ihn nur am Rande seines Blickwinkels und trotzdem verspürte er ein wenig Erleichterung. Er war nicht allein.

Und dann, nach unendliche Minuten die sich endlos hinzogen und doch viel zu schnell vorbei waren kamen sie an dem kleinen Behandlungsraum an, in dem noch immer Sams Körper lag.

Plötzlich bemerkte John, wie seine Atmung sich beschleunigte, er begann am ganzen Körper zu zittern. Er war noch nicht bereit, er konnte den Raum nicht betreten, konnte sich nicht von Sam verabschieden.

John spürte, wie sich eine Hand auf seine Schulter legte. Er sah zur Seite und blickte direkt in die grünen Augen seines ältesten Sohnes. Sofort beruhigte er sich ein wenig. Sein Atem wurde wieder regelmäßiger und das Zittern ging auf ein erträgliches Maß herunter.

Dean strahlte so eine Ruhe aus. John verstand einfach nicht, wie er das in dieser Situation schaffte. Wie konnte er so ruhig sein? Wie schaffte er es sich nichts anmerken zu lassen?
Doch dann bemerkte er noch etwas. Dean strahlte zwar diese bemerkenswerte Ruhe aus, aber sein Gesicht war vollkommen emotionslos. Er starrte einfach geradeaus, ohne jegliche Regung. Und seine Augen. Die sonst so strahlenden Augen, sie waren leer. In ihnen war nichts zu lesen. Kein Schmerz. Keine Trauer. Nichts. Es war, als wären sie tot.

John schauderte bei diesem Gedanken. Hatte er Dean jetzt auch schon verloren? War das vor ihm wirklich sein Sohn, oder nur noch eine leere Hülle, die ihn auf seinem Weg begleitete?

Noch ehe er darüber nachdenken konnte, schob Dean ihn schon in das Zimmer hinein. Es war vollkommen still hier drin. Obwohl zwei Krankenschwestern, ein Arzt er und Dean dort waren, war kein einziges Geräusch zu hören. Das einzige, was John wahrnahm, war das Pochen seines eigenen Herzens. Es war viel zu schnell und viel zu laut. Es schien alles zu übertönen.

John wollte sich ablenken, sich erst einmal in dem Raum umsehen, doch sein Körper gehorchte ihm nicht. Automatisch drehte sich sein Kopf ein wenig zur Seite und sein Blick traf zuerst auf die Maschinen, die einen großen Teil des Raumes einnahmen. Und dann schweifte sein Blick auf die Liege und somit auf Sam.

Ein stechender Schmerz durchfuhr Johns Brust und breitete sich langsam in seinem ganzen Körper aus. Er hatte das Gefühl, jemand hätte ihm mit einem glühenden Eisen hineingestochen. Automatisch fuhr seine Hand zu der Stelle, an der der Schmerz am stärksten war. Doch da war kein glühendes Eisen, kein Haken, kein Messer. Dort war nichts.

Und dann wurde ihm klar woher der Schmerz kam. Es war sein Herz. Sein Herz reagierte auf Sams Tot, auf das Bild das sich ihm bot. Es war der Schmerz des Verlustes.

John hatte gedacht er wäre darauf vorbereitet gewesen. Er hatte diesen Schmerz schon einmal gespürt, vor zwölf Jahren als seine Mary gestorben war.
Aber der Schmerz von damals war nichts gewesen im Vergleich zu dem, was er jetzt verspürte. Das jetzt war tausendmal schlimmer. Er wusste, das er es nicht aushalten würde, diesen Schmerz nicht eine Sekunde weiter ertragen konnte.
Und doch hörte es nicht auf. Er fiel nicht um, er stand weiter da, starrte auf Sams leblosen Körper und wünschte sich nichts sehnlicher als den Tod.

Aber er kam nicht. Es gab keine Erlösung für ihn.

John schrak auf, als Dean plötzlich erschrocken die Luft einzog. Er sah seinen Ältesten an und war überrascht von dem Anblick. Deans Gesicht war nicht mehr starr und ausdruckslos. Es war zu einer Maske verzerrt, die Überraschung und Schock widerspiegelte “Was ist los, Dean?” hörte John den Arzt fragen. Er hatte ihn selber fragen wollen, aber er schaffte es nicht die Worte zu formen, sein Denken war noch immer gelähmt.

Dean antwortete nicht sofort. Er starrte lange Zeit einfach auf seinen kleinen Bruder. Zumindest kam es John so vor. Dann endlich sprach er, es war nicht mehr als ein Flüstern, dennoch verstand John die Worte diese mal ganz genau “Sam,....er......er atmet.” hauchte Dean leise.

John war sich sicher, dass er sich verhört hatte, dennoch sah er wieder zu Sam herüber. Es war wieder eine dieser Automatischen Bewegungen.
Im ersten Moment bemerkte er nichts ungewöhnliches, aber dann erkannte er was Dean gemeint hatte und auch ihm stockte der Atem.

Hoffnung und Erleichterung überschwemmten ihn. Er konnte nicht mehr klar denken, konnte nicht sprechen und nichts hören. Wieder war er betäubt, aber dieses mal nicht aus Schmerz und Trauer, sondern aus Freude und Glück.

Die Krankenschwestern und der Arzt begaben sich an Sams Seite, begannen die Maschinen wieder anzuschließen. Aber darauf achtete John nicht. Das einzige, wofür er Augen hatte war Sams Brust, die sich wieder hob und senkte.

Sam atmete. Sam lebte.

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Re: Waldgeflüster

Beitrag  Nicky am Sa Feb 20, 2010 9:08 pm

Epilog

Eine Woche später:

Sam lag in seinem Bett und schlief seelenruhig. Vor drei Tagen hatte sein behandelnder Arzt ihn von der Intensivstation in ein neues Zimmer verlegt. Es ging ihm gut. Es ging ihm sogar sehr gut, wenn man bedachte, dass er vor einer Woche gestorben war.

John, Bobby, Caleb und Pastor Jim versuchten noch immer herauszufinden was eigentlich geschehen war, wie es möglich war, dass Sam lebte. Er war eine Stunde lang tot. Sie alle hatten schon öfter von Fällen gehört, in denen Menschen, nachdem sie bereits für tot erklärt wurden wieder aufgewacht waren. Aber nicht nach einer Stunde.

Auch die Ärzte konnten sich die Situation nicht erklären. Sie hatten so etwas noch nie erlebt und noch nicht einmal von etwas vergleichbaren gehört.

Und auch ihre Recherchen hatten nichts ergeben.
John war hin und hergerissen. Einerseits war es ihm egal. Er war nur froh Sam wiederzuhaben, er hatte eine Stunde lang spüren müssen, wie es war ihn verloren zu haben. Das war nichts, was er wiederholen wollte, es war nichts, was er noch einmal überleben würde.
Andererseits jedoch machte ihm das ganze auch Angst. Sam war gestorben. Er hatte eine Stunde lang nicht geatmet, sein Herz hatte eine Stunde lang nicht geschlagen. John hatte gesehen wie er gestorben war, Dean hatte es gespürt, die Ärzte und Schwestern hatten ihn die ganze Stunde nicht aus den Augen gelassen. Es hatte kein Lebenszeichen gegeben.
Und dann, mit einem Mal atmete Sam wieder, sein Herz schlug wieder und er hatte sogar kurz die Augen geöffnet. Und niemand hatte eine Erklärung dafür, es gab nicht einmal einen Anhaltspunkt. Einfach nichts.

Und genau das machte John angst. Sam war Tagelang mit einem Dämon unterwegs gewesen. John hatte von diesem erfahren, dass es Pläne für Sam gab. Aber wie diese aussahen oder wer dahinter steckte hatte er nicht mehr erfahren können.
Was, wenn dieser Jemand ihn zurückgeholt hatte, um seine Pläne verwirklichen zu können?

Sie mussten weiterforschen, sie mussten etwas herausfinden.

John wurde aus seinen Gedanken gerissen, als er ein leises Stöhnen hörte. Sofort war er an Sams Seite.
Er war darauf bedacht möglichst leise zu sein, weil er Dean nicht wecken wollte, der im Bett nebenan schlief.
Nachdem Sam wieder aufgewacht war hatte Dean sich irgendwann bereiterklärt sich untersuchen zu lassen. Seine Verletzungen waren tatsächlich nicht allzu ernst gewesen. Er hatte keine gebrochenen Knochen und auch keine inneren Verletzungen. Jedoch hatte sich die lange Schnittwunde, die John bereits im Wald genäht hatte, etwas entzündet. Aber die Entzündung war nicht sehr weit fortgeschritten, sodass die Ärzte die Situation schnell im Griff hatten.

Aber Dean hatte seit Tagen nicht geschlafen. Er war nicht mehr von Sams Seite gewichen, hatte immer wieder mit ihm geredet, auch wenn Sam nicht bei Bewusstsein war.
Es war, als hätte er Angst das Sam nicht mehr da wäre, wenn er einmal nicht hinsah.
John konnte ihm dieses Gefühl nicht verdenken, denn ihm ging es nicht viel besser.

Aber jetzt schlief Dean und Sam wachte gerade auf. Er war in den letzten Tagen immer wieder aufgewacht, hatte es aber bisher nicht geschafft länger als eine Stunde wachzubleiben.
Die Ärzte sagten das sei vollkommen normal in seinem Zustand. Immerhin hatte er zwei angebrochene Rippen, jede Menge Blutergüsse und Schnittwunden und dann war da auch noch die Bronchitis.
Die Ärzte konnten noch nicht sagen, ob er bleibende Schäden davontragen würde. Dafür sei es noch zu früh.

“Dad?” sagte Sam plötzlich und riss John damit abermals aus den Gedanken.
Er lächelte seinen Sohn beruhigend an “Ja, ich bin hier.”

“Wo ist Dean?” wollte er wissen.

“Er schläft hier drüben im Bett......Wie geht es dir?”

Sam schien einige Sekunden darüber nachzudenken “Es geht mir gut. Ich bin ein wenig müde.”

“Das ist vollkommen normal. Du hast eine Menge durchgemacht. Du solltest dich ausruhen, damit du schnell wieder auf die Beine kommst.”
Zu Johns Überraschung widersprach Sam nicht, sondern nickte nur kurz und schloss dann wieder die Augen. Innerhalb von wenigen Sekunden war seine Atmung wieder langsam und regelmäßig. Er war wieder eingeschlafen.

In dem Moment als John dies bemerkte stand Dean auch schon neben ihm “Wieso hast du mich nicht geweckt?” fragte er gereizt.

“Dean, er war nicht einmal eine Minute lang wach.” erklärte John seinem ältesten.

Einige Minuten sagte keiner von beiden etwas. Sie sahen einfach dabei zu, wie ihr Jüngster friedlich schlief “Dad es tut mir Leid, dass ich dich gerade so angefahren habe.” sagte Dean plötzlich.

John lächelte etwas “Ist schon okay.” antwortete er leise “Erzählst du mir, was mit dir los ist?”

Dean schwieg und John war sich nach einiger Zeit nicht einmal mehr sicher, ob er die Frage überhaupt gehört hatte. Zehn Minuten vergingen in denen keiner von ihnen etwas sagte, in denen sie Sam einfach weiterhin beim schlafen beobachteten.
Doch schließlich durchbrach Dean das Schweigen “Ich verstehe das alles nicht, Dad. Ich meine er war tot und jetzt lebt er. Wie kann das sein?” er klang verzweifelt und verängstig.

“Ich weiß es nicht.” gestand John “Aber wir werden es herausfinden.”

“Ich meine nur, ich bin mehr als froh darüber. Als Sam tot war....” er konnte nicht weitersprechen. Dean kamen die Worte einfach nicht über die Lippen. Allein der Gedanke an diese eine Stunde brachte ihn fast an den Rand des Wahnsinns “...Was ist denn, wenn ein Dämon ihn zurückgeholt hat. Wenn er irgendetwas mit ihm vorhat und wenn das erledigt ist tötet er ihn wieder?”
John sah seinem Ältesten in die Augen, er wusste, das er den Tränen nahe war.

Was sollte antworten? Wenn Dean wüsste wie nahe er der Wahrheit vielleicht war.
Natürlich hatte John seinem Ältesten nicht erzählt, was er von dem Dämon, der Joshua besessen hatte, erfahren hatte. Dean wäre ausgeflippt und würde für den Rest seines Lebens nicht mehr von Sams Seite weichen.
Nein, dass war eine Sache, die Dean nicht so schnell erfahren durfte.

Aber anlügen konnte er ihn auch nicht. Was hätte er auch sagen sollen? Das alles wieder gut werden würde. Das konnte er nicht sagen, dafür zweifelte er selbst viel zu sehr daran.

John nahm die Hand seines Jüngsten und legte die andere auf Deans Schulter. Er sah seinem Sohn noch einmal tief in die Augen “Wir werden herausfinden, was passiert ist. Das verspreche ich dir. Wir werden das schaffen.” Und in diesem Punkt war John sich sogar sicher. Egal was auf sie zukam, sie würden es durchstehen, gemeinsam. Denn sie waren eine Familie.
Egal ob sie das Geheimniss lüften konnten oder bei dem Versuch untergehen würden, sie würden zusammen sein.

Und Dean war sich in diesem einen Punkt auch sicher. Ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus “Ja.” sagte er “Wir werden das zusammen durchstehen, egal was kommt.” sein Lächeln wurde breiter “Immerhin sind wir Winchesters.” und damit stimmten beide in ein fröhliches Lachen ein. Das erste Lachen seit über einer Woche, aber es sollte nicht ihr letztes gewesen sein.

ENDE

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Re: Waldgeflüster

Beitrag  Awfully Toxic am Mo Feb 22, 2010 11:10 pm

Ein wunderschönes Ende, das nach einer Fortsetzung schreit.

Besonders gelungen finde ich die folgende Passage, da man hier sofort wieder spürt, wie sehr sich Dean Sorgen um seinen Bruder macht.

Aber Dean hatte seit Tagen nicht geschlafen. Er war nicht mehr von Sams Seite gewichen, hatte immer wieder mit ihm geredet, auch wenn Sam nicht bei Bewusstsein war.
Es war, als hätte er Angst das Sam nicht mehr da wäre, wenn er einmal nicht hinsah.
John konnte ihm dieses Gefühl nicht verdenken, denn ihm ging es nicht viel besser.


Und auch diese Passage hast du perfekt hinbekommen, da man Johns Zweifel und seine Angst sehr gut nachvollziehen kann.

Was sollte antworten? Wenn Dean wüsste wie nahe er der Wahrheit vielleicht war.
Natürlich hatte John seinem Ältesten nicht erzählt, was er von dem Dämon, der Joshua besessen hatte, erfahren hatte. Dean wäre ausgeflippt und würde für den Rest seines Lebens nicht mehr von Sams Seite weichen.
Nein, dass war eine Sache, die Dean nicht so schnell erfahren durfte.

Aber anlügen konnte er ihn auch nicht. Was hätte er auch sagen sollen? Das alles wieder gut werden würde. Das konnte er nicht sagen, dafür zweifelte er selbst viel zu sehr daran.

Awfully Toxic
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Re: Waldgeflüster

Beitrag  Emily am Di Feb 23, 2010 7:21 pm

Hey fma
das ist echt ´ne superklasse Story.
Ich hoffe, dass Du noch eine schreiben wirst...
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Re: Waldgeflüster

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